Energie

Morgan Stanley
US-Bank verkauft Ölhandelsgeschäft an Rosneft

Morgan Stanley war bislang an der Wall Street der größte Ölhändler, nun hat es seine Geschäftsteile an den russischen Staatskonzern Rosneft verkauft. Zum Preis herrscht beidseitiges Stillschweigen.
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New YorkMorgan Stanley hat sein weltweites Ölhandelsgeschäft an den russischen Staatskonzern Rosneft verkauft. Über den Preis vereinbarten die beiden Seiten nach Angaben vom Freitag Stillschweigen. Morgan Stanley erklärte jedoch, der Verkauf werde keine deutlichen Auswirkungen auf die Geschäftsergebnisse haben.

Die Bank bemüht sich seit mehr als einem Jahr, das Geschäft mit physischen Rohstoffen loszuwerden. Grund hierfür sind wachsende Auflagen sowie höhere Kapitalanforderungen. Zu den veräußerten Geschäftsteilen gehören mehr als 100 Händler, Öl im Wert von über eine Milliarde Dollar sowie ein 49-prozentiger Anteil an der Öltanker-Firma Heidmar.

Morgan Stanley war bislang an der Wall Street der größte Ölhändler. Die Rohstoffsparte der Bank ist zudem Besitzer des Unternehmens TransMontaigne, das auf Öllagerstätten und -terminals spezialisiert ist. Die Bank gab nun bekannt, ihren Anteil an TransMontaigne auf den Prüfstand zu stellen. Das Unternehmen wird nicht an Rosneft verkauft, was eine Genehmigung des Rosneft-Deals durch die Behörden vereinfachen sollte.

Auch die Deutsche Bank und andere Institute fahren ihren Handel mit Rohstoffen drastisch zurück. Die US-Notenbank überprüft derzeit die Rolle von Banken im Handel mit physischen Rohstoffen - es drohen strengere Auflagen. Das Geschäft hat zudem an Attraktivität für Banken verloren: Die Margen werden geringer, und der Handel absorbiert viel Kapital. Erst im Sommer hatte JPMorgan seine Sparte zum Verkauf gestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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