Energie

MVV Energie AG
Windkraft-Tochter Juwi wird zum Problem

Teurer Zukauf: Der Mannheimer Versorger MVV Energie muss seiner Windkraft-Tochter Juwi 70 Millionen Euro nachschießen. Unerwartete Verluste sollen die Banken nervös gemacht haben.
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MannheimFür Deutschlands größten börsennotierten Stadtwerkekonzern MVV Energie entwickelt sich die neue Windkraft-Tochter Juwi zunehmend zum Problem. Wie am Dienstag bekannt wurde, überwies MVV mittels einer Kapitalerhöhung weitere 70 Millionen Euro an den Projektentwickler und stockte seinen Anteil damit auf 63 Prozent auf. Offiziell erfolgte der Schritt, weil sich „die Wachstumschancen sehr positiv entwickelt“ hätten.

Nach Informationen des Handelsblatts (Mittwochsausgabe) aus Unternehmens- und Finanzkreisen schoss MVV das Geld aus einem anderen Grund nach. Demnach lief das Geschäft des Windparkbauers zuletzt deutlich schlechter als geplant. Unerwartete Verluste sollen die Eigenkapitalquote gedrückt haben. Dadurch seien die 40 Banken und Versicherungen nervös geworden, die Juwi bis Ende 2018 einen Konsortialkredit von 300 Millionen Euro gewährten. Der Kreditvertrag enthalte klare Regeln für den Fall, dass bestimmte Kennzahlen hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Ein MVV-Sprecher äußerte sich nicht zu Geschäftszahlen der Tochterfirma und betonte: „Juwi befindet sich nach wie vor in der Restrukturierung. Die Kapitalerhöhung soll künftiges Wachstum ermöglichen.“ MVV Energie hatte Ende 2014 für rund 100 Millionen Euro 50,1 Prozent an Juwi erworben und den angeschlagen Projektentwickler damit vor der Pleite bewahrt.

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