Nach Absatzschwäche: Deutsche Stahlindustrie hofft auf Erholung

Energie

Nach Absatzschwäche
Deutsche Stahlindustrie hofft auf Erholung

Die deutschen Stahlhersteller erkennen einen Hoffnungsschimmer. Die Zeichen für eine Stabilisierung der Branche hätten sich verdichtet, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl mit. Bislang hielten sich die Kunden zurück.
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DüsseldorfBei der schwächelnden deutschen Stahlindustrie keimt Hoffnung auf: Die Anzeichen für eine Stabilisierung der Branchenkonjunktur hätten sich verdichtet, teilte die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Donnerstag mit. Im Dezember sei die Rohstahlproduktion im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent auf 3,1 Millionen Tonnen gestiegen. Im letzten Jahresviertel habe sich damit ein Zuwachs von einem knappen Prozent auf 10,2 Millionen Tonnen ergeben. Zuvor war die Erzeugung vier Quartale in Folge zurückgegangen.

Der Stahlverband rechne für 2013 unverändert mit einer weitgehend stabilen Produktion mit Tendenzen zu einer leichten Aufwärtsbewegung. Die Jahresproduktion könne 43 Millionen Tonnen erreichen. 2012 schrumpfte die Rohstahlerzeugung um 3,7 Prozent auf 42,7 Millionen Tonnen.

Die Kunden der Schwerindustrie halten sich wegen der unsicheren Konjunkturentwicklung mit Bestellungen zurück. Thyssen-Krupp hatte deswegen insgesamt rund 2000 Stahlkocher an mehreren Standorten in Kurzarbeit geschickt. Nach Angaben des Stahlverbandes lag die effektive Kapazitätsauslastung 2012 in Deutschland bei 84 Prozent. Damit sei - das Krisenjahr 2009 ausgenommen - zum ersten Mal seit 1996 die 85-Prozent-Marke unterschritten worden. Weltweit dürften die Rohstahlkapazitäten im vergangenen Jahr zu 79 Prozent ausgelastet gewesen sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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