Energie

Nach der Übernahme von BG
Shell will rund 2800 Stellen streichen

Rund 2800 Mitarbeiter von Shell müssen um ihre Jobs bangen. Der Ölkonzern plant den Stellenabbau nach der Übernahme des Konkurrenten BG Group. Dabei sollen bereits Tausende Stellen wegen der niedrigen Ölpreise wegfallen.

LondonDer britisch-niederländische Ölkonzern Shell will mit Übernahme des Konkurrenten BG Group rund 2800 Stellen streichen. Es handle sich um drei Prozent der Belegschaft, teilte Shell am Montag mit. Der Konzern hatte zuvor grünes Licht der Wettbewerbsbehörden in China für die Übernahme bekommen; nun müssen noch die Aktionäre zustimmen.

Die im April angekündigte Übernahme ist die größte in der Energiebranche seit mehr als zehn Jahren.

Shell hatte bereits die Streichung von 7500 Stellen wegen des Falls des Ölpreises angekündigt. Die zusätzlichen Streichungen seien nötig, um das Ziel zu erreichen, 3,5 Milliarden Dollar vor Steuern zu sparen - so viel sollen die Synergieeffekte der Übernahme bringen. Shell will die BG Group komplett in den Konzern integrieren; rund um den Globus fallen daher bislang doppelt besetzte Stellen weg.

Shell will BG für 47 Milliarden Pfund (65 Milliarden Euro) kaufen. BG ist Großbritanniens drittgrößter Energiekonzern, hervorgegangen aus der ehemaligen Firma British Gas. Das Unternehmen bietet eine starke Position bei verflüssigtem Gas (LNG).

Nach vollzogener Übernahme wäre der Konzern doppelt so viel wert wie der Konkurrent BP und läge vor dem US-Wettbewerber Chevron. Größer wäre nur noch der US-Gigant Exxon Mobil.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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