Energie

Nach Gewinneinbruch
Energieversorger Verbund mit wenig Zuversicht

Verbund kämpft mit Großhandelspreisen und Gaskraftwerken: Der österreichische Stromkonzern verzeichnet im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang. Eine Verbesserung der Geschäfte ist für die Firma nicht in Sicht.
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WienÖsterreichs größter Stromkonzern Verbund sieht nach einem Gewinneinbruch vorerst keine Anzeichen für eine Geschäftsbelebung. Eine niedrige Wasserführung der Flüsse in Österreich und Bayern sowie die weiter gesunkenen Großhandelspreise für Strom führten im ersten Halbjahr zu einem Rückgang des Nettogewinns um 86,1 Prozent auf 56,6 Millionen Euro. Darüber hinaus plagen Verbund die unrentablen Gaskraftwerke. „Es ist ein schwieriges Jahr, es wird noch einiges an Herausforderungen zu bewältigen sein“, sagte Konzernchef Wolfgang Anzengruber am Mittwoch. Für 2014 rechnet er daher mit weiter stark sinkenden Gewinnen.

Die für die Ergebnisentwicklung maßgebliche Wasserführung der österreichischen Flüsse lag zuletzt um sieben Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Im Gesamtjahr könne dies – auch bei starken Regenfällen im Herbst - nicht mehr aufgeholt werden. Bei den Großhandelspreisen, die zuletzt Anzeichen einer Bodenbildung gezeigt hätten, rechnet der teilstaatliche Konzern mit einem gleichbleibend niedrigen Niveau. Der Preisverfall bei den Strompreisen sei vor allem auf die Überkapazitäten durch die massive Förderung von erneuerbaren Energien zurückzuführen. Die Profitabilität der konventionellen Stromanbieter sinke dadurch weiter massiv.

Auch den großen deutschen Stromkonzernen wie E.ON und RWE macht die Energiewende zu schaffen. Besonders schwierig ist die Situation von Gaskraftwerken. Deren Betrieb ist wegen der hohen Einkaufspreise für Gas und der sinkenden Verkaufspreise für Strom derzeit oft nicht rentabel. Verbund hatte daher im Mai beschlossen, das steirische Gaskraftwerk Mellach sowie die zwei französischen Gaskraftwerke vorübergehend einzumotten.

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Energieversorger Verbund mit wenig Zuversicht

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Verbund hofft auf Trendwende bei Gaskraftwerken

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