Energie

Nach Tod von Christophe de Margerie
Patrick Pouyanné wird neuer Total-Chef

Ein Schneepflug rammte in Moskau das Flugzeug von Christophe de Margerie – der Total-Chef kam tragisch ums Leben. Videos und der Flugschreiber werden nun analysiert. Ein Nachfolger an der Konzernspitze steht schon fest.
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ParisNach dem Unfalltod von Konzernchef Christophe de Margerie hat der französische Ölmulti Total eine rasche Nachfolgelösung gefunden. Neuer Mann an der Unternehmensspitze wird der bisherige Leiter des Raffineriegeschäfts, Patrick Pouyanne, wie der Verwaltungsrat am Mittwoch beschloss.

Der 51-Jährige wird allerdings zunächst nicht mit der Machtfülle de Margeries ausgestattet, der am späten Montagabend bei einem Zusammenstoß seines Firmenflugzeugs mit einem Schneepflug auf einem Flughafen in Moskau ums Leben gekommen war. Pouyanne fungiert bis auf weiteres lediglich als Konzernchef. Als Verwaltungsratsvorsitzender wird ihm der frühere Total-Chef Thierry Desmarest zur Seite gestellt. Diesen Posten hatte bislang auch de Margerie in Doppelfunktion inne.

Der 68-jährige Desmarest soll bis Ende kommenden Jahres Chefkontrolleur bleiben. Dann sollen die beiden Ämter wieder in Personalunion ausgeübt werden, wie Total bekanntgab.

In Moskau untersuchen russische Spezialisten derzeit Videoaufzeichnungen von dem Unglück. Sämtliche Überwachungskameras des Airports Wnukowo würden ausgewertet, und auch die Flugschreiber der verunglückten Maschine würden analysiert, teilte die Luftfahrtaufsicht in Russland am Mittwoch dem TV-Sender Rossija 24 mit. Französische Experten unterstützen die russischen Fachleute seit Dienstag und sollen mehrere Tage in Moskau bleiben.

Der Schneepflug-Fahrer wurde nach dem Unfall festgenommen. Er sagte Ermittlern, er habe die Orientierung verloren und nicht bemerkt, dass er auf die Startbahn gelangt sei. Er habe das Flugzeug nicht gesehen und nicht gehört, sagte er dem TV-Sender Erster Kanal zufolge. Die Agentur Interfax berichtete, der Mann habe zugegeben, an dem Abend einen Kaffee mit Likör getrunken zu haben. Sein Anwalt hatte zuvor der Ermittlungsbehörde widersprochen, die dem Fahrer einen Alkoholrausch vorgeworfen hatte.

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Auf ihn wartet eine politisch heikle Aufgabe

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  • Die große Frage ist wem er wohl gefährlich wurde oder wem er zu stark auf die Füße getreten ist?
    Dann passieren solche "Unfälle"
    Hasso aus der Bronx

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