Netzbetreiber 50Hertz: Ökostrom-Umlage könnte 2015 sinken

Energie

Netzbetreiber 50Hertz
Ökostrom-Umlage könnte 2015 sinken

Seit Jahren kennt die Ökostrom-Umlage nur eine Richtung: steil nach oben – zuletzt auf ein Rekordhoch von über sechs Cent pro Kilowattstunde. Nun macht Netzbetreiber 50Hertz Hoffnung auf Besserung.
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BerlinDie von den Bürgern bezahlte Umlage für den Ökostrom-Ausbau könnte nach Einschätzung des Netzbetreibers 50Hertz im nächsten Jahr moderat sinken. Eine „leichte Entspannung“ in der Umlage sei möglich, sagte Finanzvorstand Udo Giegerich am Mittwoch in Berlin.

Aktuell zahlen die Bürger für den Ausbau der erneuerbaren Energien über den Strompreis eine Rekordumlage von 6,24 Cent pro Kilowattstunde. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt sind das etwa 220 Euro im Jahr. Die Gesamtkosten für die Förderung der Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Biogas liegen bei 23,5 Milliarden Euro.

Offen ist, wie stark Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit seiner Ökostrom-Reform den Kostenanstieg bremsen kann. Länder und Lobbyisten stemmen sich gegen zusätzliche Belastungen und Einschnitte bei der Förderung etwa von Windenergie und Biomasse.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hatte zuletzt eine Obergrenze bei der Umlage von acht Cent ins Spiel gebracht. „Bei uns glaubt niemand ernsthaft daran, dass wir die Strompreise sonst halten können“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Bei Erreichen des Deckels solle die Förderung von Neuanlagen komplett eingestellt werden.

Grünen-Chefin Simone Peter sagte dazu der Deutschen Presse-Agentur: „Seehofers Vorstoß ist ein unverhohlener Misstrauensbeweis gegenüber Wirtschaftsminister Gabriel. Offensichtlich traut der Ministerpräsident der Regierung nicht mehr zu, die Energiewende in den Griff zu kriegen.“

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Ökostrom-Umlage könnte 2015 sinken

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„Die Situation ist ernst“

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  • @Marc_Hofmann
    Die Steigerungen der EEG-Umlage beruhen auf dem Berechnungsverfahren der Umlage. Sinkt der Börsenpreis für am Spotmarkt gehandelten Strom, so steigt auch die EEG-Umlage. Werden überflüssige Kraftwerke vom Markt genommen oder steigt der Preis für CO2-Zertifikate, dann steigt der Börsenstrompreis und die EEG-Umlage sinkt. Ob zukünftig zusätzliche Onshore-Windkraftanlagen oder PV-Anlagen gebaut werden ist nahezu ohne Einfluss auf die EEG-Umlage. Zusätzlicher Strom aus Offshore-Windkraftanlagen führt jedoch zu einer steigenden Umlage.
    Wenn Sie selbst einmal rechnen möchten:
    http://www.agora-energiewende.de/service/eeg-rechner/

  • @Marc_Hofmann
    Die Steigerungen der EEG-Umlage beruhen auf dem Berechnungsverfahren der Umlage. Sinkt der Börsenpreis für am Spotmarkt gehandelten Strom, so steigt auch die EEG-Umlage. Werden überflüssige Kraftwerke vom Markt genommen oder steigt der Preis für CO2-Zertifikate, dann steigt der Börsenstrompreis und die EEG-Umlage sinkt. Ob zukünftig zusätzliche Onshore-Windkraftanlagen oder PV-Anlagen gebaut werden ist nahezu ohne Einfluss auf die EEG-Umlage. Zusätzlicher Strom aus Offshore-Windkraftanlagen führt jedoch zu einer steigenden Umlage.
    Wenn Sie selbst einmal rechnen möchten:
    http://www.agora-energiewende.de/service/eeg-rechner/

  • Ohne entsprechende Reformen in EEG bzw. ohne Streichung des EEG wird es zu keiner Kostensenkung kommen.
    Die Steigerungen der EEG-Umlage ist ja mit dem jetzigen EEG verbunden.
    Der Einspeisevorrang und dieser Sachverhalt von subventionierten Einspeisevergütungen der EE-Anlageneinspeiser sind die größten Kostentreiber der EEG-Umlage.
    Schafft die Privilegien dieser Erneuerbaren Energien (Einspeisevorrang, 20 Jahres Garantie usw.) über das EEG ab und die Kosten für die EEG-Umlage können dann wirklich in 2015 fallen.

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