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Neuer Posten
Linde-Chef Reitzle geht zu Holcim

Wolfgang Reitzle, noch Linde-Chef, soll 2014 beim Schweizer Zementhersteller Holcim als Verwaltungsratspräsident anfangen. Bisher wurde über die Zukunft Reitzles viel spekuliert.
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München/ZürichDer scheidende Linde-Chef Wolfgang Reitzle bekommt eine neue Aufgabe: Im kommenden Jahr soll er Verwaltungsratspräsident des Schweizer Zementherstellers Holcim werden, wie das Unternehmen am Donnerstag in Zürich mitteilte. Reitzle gehört dem Holcim-Gremium bereits seit vergangenem Jahr an. Bei Linde gibt der 64-jährige Manager den Chefposten im Mai kommenden Jahres ab, wenn sein Vertrag ausläuft.

Bisher hatte sich Reitzle zu seiner persönlichen Zukunft bedeckt gehalten. Auch sein Nachfolger bei Linde ist noch nicht bekannt. In den Linde-Aufsichtsrat kann Reitzle wegen eines Gesetzes nicht direkt wechseln.

Um die Kontinuität bis zu Reitzles Amtsantritt bei Holcim zu wahren, solle Verwaltungsratspräsident Rolf Soiron bei der diesjährigen Generalversammlung des Unternehmens im April zur Wiederwahl vorgeschlagen werden, hieß es. „Wir haben Rolf Soiron gebeten, das Amt ein weiteres Jahr wahrzunehmen, um mit dieser Lösung Übergang und Einführung des künftigen Präsidenten in die Aufgaben optimal zu gewährleisten“, erklärte der Vizepräsident des Gremiums, Erich Hunziker.

Reitzle war in Medienberichten zuletzt auch als möglicher Nachfolger von Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme gehandelt worden. Dieser hatte in der vergangenen Woche überraschend seinen Rücktritt als Chefkontrolleur des krisengeschüttelten Stahlkonzerns ThyssenKrupp verkündet. Danach gab es Spekulationen auch um Crommes Zukunft bei Siemens. Der Elektrokonzern hatte diese aber zurückgewiesen. „Bei uns gibt es keine Veränderungen im Aufsichtsrat. Der steht“, hatte ein Unternehmenssprecher erklärt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neuer Posten: Linde-Chef Reitzle geht zu Holcim"

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  • Good and lucky for Holcim.

    Too bad for both TK and Siemens as they are both still in the wilderness of opaque influence and bad governance.

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