Energie

Nord Stream
Gazprom baut zwei neue Pipelines in der Ostsee

Bei der Energieversorgung arbeiten Europäer und Russen weiter Hand in Hand. Gazprom baut für die Ostseepipeline Nord Stream zwei neue Stränge – und auch ein deutscher Konzern ist mit dabei.
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St. Petersburg/BerlinDer russische Gasmonopolist Gazprom baut zusammen mit Partnern aus Westeuropa zwei neue Stränge der Ostsee-Pipeline Nord Stream. Damit soll die Energieversorgung der EU-Staaten abgesichert und die krisengeschüttelte Ukraine als bisher wichtigstes Transitland für russisches Erdgas umgangen werden.

An dem Projekt seien auch Eon aus Deutschland, OMV aus Österreich sowie der britisch-niederländische Shell-Konzern beteiligt. Dies teilte Gazprom am Donnerstag in St. Petersburg mit. Die Firmen unterzeichneten auf dem dortigen Internationalen Wirtschaftsforum ein entsprechendes Memorandum über den geplanten Bau.

„Die Realisierung von Nord Stream hat gezeigt, dass der Gastransport durch die Ostsee eine zuverlässige Lösung ist, die zur Deckung des Energiebedarfs beiträgt“, hieß es bei Deutschlands größtem Versorger Eon. Bisher sind von Nord Stream zwei Leitungen in Betrieb. Die beiden neuen Stränge sollen 55 Milliarden Kubikmeter Gas zusätzlich in die Europäische Union leiten.

Von 2020 an soll kein russisches Gas mehr durch die Ukraine nach Westeuropa fließen. Russland plant neben den Nord-Stream-Strängen auch die neue Leitung Turkish Stream durch das Schwarze Meer in die Türkei und bis nach Griechenland. Sie soll eine Kapazität von 63 Milliarden Kubikmetern Gas im Jahr haben.

„Der Bau der zusätzlichen Transport-Infrastruktur auf dem kürzesten Weg zwischen Gasfeldern im Norden Russlands und Märkten in Europa wird zur Erhöhung der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Lieferungen nach neuen Verträgen beitragen“, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller.

Russland hält die Ukraine für unzuverlässig und hatte dort in der Vergangenheit illegales Abzapfen von Gas beklagt. Die beiden Länder streiten zudem über Lieferpreise und Gasschulden. Um unabhängiger von Kiew zu werden, hatte Moskau auch bereits die bestehenden Nord-Stream-Stränge bauen lassen.

Im Januar hatte Gazprom zunächst angekündigt, Nord Stream nicht ausbauen zu wollen. Die Nachfrage nach russischem Erdgas war im Westen zuvor vor allem wegen der milden Temperaturen gefallen. Von einem völligen Verzicht auf den Bau von zwei zusätzlichen Strängen sei aber keine Rede, erklärte ein Gazprom-Sprecher damals.


dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Nord Stream: Gazprom baut zwei neue Pipelines in der Ostsee"

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  • Beim Geld hört der Spaß eben auf.

  • >> Von 2020 an soll kein russisches Gas mehr durch die Ukraine nach Westeuropa fließen. >>

    Was sagt denn jetzt die Murksel dazu ?

    Wozu braucht die EUtopia noch den Schurkenstaat Ukraine mit seiner Putschistenregierung ?

    Haben die Amis ausgefrackt ?

    Was Macht der Saudische Kronprinz in St. Petersburg ? Ist es auch im Ölgeschäft vorbei mit den Amis ?

    Ist das jetzt ein Affront gegen Berline Politoligarchie ?

    Das wird ja immer lustiger im Tollhaus EUtopia !

  • Das wird den Amis mächtig stinken da sie jetzt Mazedonien "befreien" wollen um die Turkish Stream dort aufzuhalten.

    Die Macht der Amis schwindet jeden Tag mehr und das ist gut so. Hoffentlich werden sie nicht ein Krieg anzetteln um die US Hegemonie und Dollar retten zu wollen.

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