Energie

Nordex Neue Tochter verleiht Rückenwind

Nordex hat im vergangenen Jahr die Erlöse um 40 Prozent gesteigert. Dazu trug vor allem die neue Tochter Acciona Windpower bei. Projektverzögerungen werden den Windturbinenbauer aber im laufenden Jahr belasten.
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2017 peilt das Unternehmen wegen Projektverzögerungen ein Umsatzrückgang auf 3,1 bis 3,3 Milliarden Euro an. Quelle: dpa
Nordex

2017 peilt das Unternehmen wegen Projektverzögerungen ein Umsatzrückgang auf 3,1 bis 3,3 Milliarden Euro an.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Windturbinenbauer Nordex hat im vergangenen Jahr dank seiner neuen Tochter Acciona Windpower einen Umsatz- und Gewinnsprung verbucht. Die Erlöse legten um 40 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu, wie Firmenchef Lars Bondo Krogsgaard am Mittwoch mitteilte. Davon steuerte die seit April 2016 einbezogene Acciona Windpower 726 Millionen Euro bei.

Das operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 56,6 Prozent auf 285,5 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge erreichte damit 8,4 Prozent. Netto schnellte das Ergebnis um 82,4 Prozent 95,4 Millionen Euro. Der Auftragsbestand legte um 47 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zu.

Krogsgaard bekräftigte, 2017 werde wegen Projektverzögerungen ein Umsatzrückgang auf 3,1 bis 3,3 Milliarden Euro angepeilt. Trotz der geringeren Auslastung solle die Profitabilität annähernd stabil bleiben.

Die größten Windkraft-Konzerne der Welt
Platz 14: XEMC (China)
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Nirgendwo auf der Welt werden jährlich mehr Windräder ans Stromnetz angeschlossen als in China. Zu den größten Profiteuren dieses fernöstlichen Grünstrom-Booms zählt XEMC. Der chinesische Elektrokonzern hat im Jahr 2009 die niederländische Energiefirma Darwind gekauft und sich so wertvolles Know-how für die Herstellung von Windturbinen und Rotorblättern gesichert, den wichtigsten Komponenten von Windenergieanlagen. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma FTI Intelligence brachte es XEMC 2016 auf einem Marktanteil von 2,2 Prozent.

Marktanteil 2,2 Prozent.  

Platz 13: Dongfang (China)
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Der chinesische Staatskonzern Dongfang stellt Schiffe, Lokomotiven und Gasturbinen her. Zu einem immer einträglicheren Geschäft werden aber auch die Windräder, die das Unternehmen aus der Provinz Sichuan fertigt.

Marktanteil: 2,2 Prozent.

Platz 12: Senvion (Deutschland)
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Deutschlands viertgrößter Windkraftkonzern Senvion rangiert global gesehen nur noch auf Platz 12. Die Hamburger kämpfen derzeit mit schwindenden Aufträgen, bröckelnden Marktanteilen und sinkenden Umsätzen. Nach einer Konsolidierungsphase soll der Erlös bis 2019 aber auf 2,6 Milliarden Euro in die Höhe schnellen. Damit die Konkurrenz Senvion in der Zwischenzeit nicht völlig enteilt, streicht der Konzern Hunderte Stellen und investiert in neue Produkte.

Marktanteil: 2,5 Prozent.

Platz 12: Sewind (China)
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Die Windkraftsparte des chinesischen Staatskonzerns Shanghai Electric produziert in zwei Fabriken jährlich mehr als 3.000 Windräder. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen mit seinen Anlagen auf hoher See. Im Segment Offshore-Wind zählt Sewind zu den drei größten Herstellern weltweit. In Deutschland sind die Chinesen zudem am Maschinenbauer Manz AG beteiligt.

Marktanteil: 3,0 Prozent.  

Platz 10: CSIC Haizhuang (China)
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Unter den 14 führenden Windkraftkonzern der Welt befinden sich gleich acht Unternehmen aus China. Der Grund ist simpel: Im Reich der Mitte wurden alleine 2016 mehr als 40 Prozent der weltweit neu installierten Windräder ans Stromnetz angeschlossen. Ausländische Firmen kommen in China kaum zum Zug, der Markt ist weitgehend abgeschottet. Dieser Heimatbonus beflügelt Konzerne wie CSIC Haizhuang – sie prägen verstärkt den Weltmarkt.

Marktanteil: 3,2 Prozent.

Platz 9: Mingyang (China)
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Chinas viertgrößter Windkraftkonzern will sich vom Maschinenbauer zum Service-Unternehmen wandeln. Zwar soll die Produktion von Turbinen, Gondeln und Rotorblättern weiterhin eine wesentliche Säule des Geschäfts bleiben, aber die Wartung und Instandhaltung von Windrädern verspricht höhere Renditen.

Marktanteil: 3,5 Prozent.

Platz 8: Envision (China)
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Lei Zhang ist das Enfant terrible der Windenergieindustrie. Der Chef von Envision bezeichnet sein Unternehmen gerne als das „Apple der Energiewelt“. Statt wie die Konkurrenz lediglich „dumme“ Windräder herzustellen, will Zhang künftig mit einer offenen Plattform Geld verdienen, die Angebot und Nachfrage im Energiemarkt synchronisiert. Schwankende Solar- und Windenergie will er im großen Stil mit Stromspeichern, Elektroautos oder Industrieanlagen koppeln und auf lange Sicht mit dem smarten Steuern von Energieflüssen Milliarden verdienen. Zumindest ein paar Jahre lang dürfte der Verkauf von Windmühlen aber noch das Kerngeschäft von Envision bleiben. Anders als die Wettbewerber lässt Envision aber die Anlagen von Subunternehmen fertigen. Damit braucht der Konzern fast zwanzig Mal weniger Fixangestellte als die Branchenführer. Nur das Design und die Patente gehören Envision. „Wie bei Apple“, meint Unternehmenschef Zhang.

Marktanteil: 3,5 Prozent.

Nordex hatte Anfang 2016 die spanische Acciona Windpower erworben. Mit der neuen Tochter, die vor allem in den USA und Südamerika unterwegs ist und 2015 etwa 950 Millionen Euro erlöst hatte, wollte der Konzern bis 2018 den Umsatz verdoppeln und damit zum Weltmarktführer Vestas aufschließen. Doch Projektverschiebungen haben den Ausblick insgesamt eingetrübt.

  • rtr
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