Energie

Nordhessischer Solartechnikhersteller
SMA Solar prüft weiteren Stellenabbau

Die Krise der deutschen Solarbranche geht auch am Wechselrichterhersteller SMA nicht spurlos vorbei. Weitere Mitarbeiter müssen um ihre Stellen fürchten. Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen nicht.
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NiestetalDer nordhessische Solartechnikhersteller SMA Solar schreibt rote Zahlen und prüft deshalb, weitere Stellen abzubauen. Eine mögliche Größenordnung nannte das Unternehmen mit derzeit rund 5000 Mitarbeitern weltweit auf Anfrage von Handelsblatt Online am Mittwoch nicht. In den nächsten Wochen will das Management darüber mit dem Betriebsrat verhandeln. Es gehe aber in erster Linie um Jobs in Deutschland, sagte eine Sprecherin der im TecDax notierten Gesellschaft in Niestetal bei Kassel der Nachrichtenagentur dpa.

Zu Jahresbeginn litt SMA Solar weiter unter der Krise der deutschen Solarbranche. Von Januar bis März brachen Erlöse und Gewinn ein. Der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast die Hälfte auf 212,3 Millionen Euro. Der hohe Preisdruck führte unter dem Strich zu einem Minus von 5,8 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2012 hatte das Unternehmen noch knapp 30 Millionen Euro verdient.

Den starken Umsatzrückgang könne das Unternehmen nicht allein mit den bereits laufenden Sparmaßnahmen auffangen, hieß es mit Blick auf die geplanten zusätzlichen Stellenstreichungen. Schon im vergangenen Herbst hatte SMA Solar einen Personalabbau eingeleitet. Das Unternehmen gab seinerzeit bekannt, sich von 450 seiner damals gut 5500 Mitarbeiter und von 600 Zeitarbeitern zu trennen. SMA Solar ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer bei Wechselrichtern, einer zentralen Komponente von Solaranlagen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " Nordhessischer Solartechnikhersteller: SMA Solar prüft weiteren Stellenabbau"

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  • SMA lebt fast ausschließlich von der Wechselrichterproduktion. Das ist eine reine Elektronikfertigung und hat nur indirekt mit den Solarzellen und -modulen zu tun. Die Hauptkonkurrenten sind andere als die bekannten chinesischen Modulhersteller und kommen überiegend aus anderen Ländern. Die klassische Schimpfe auf subventionierte Chinaprodukte greift hier nicht! Die Konkurrenz kommt u.a. aus Deutschland, Korea, USA, Israel, Japan. Achtung!! Hier muß man sehr wohl differenzieren!

  • Mit 5500 Mitarbeitern vor dem letzten Stellenabbau halte ich es für eher unwahrscheinlich, dass das Unternehmen jetzt einen weiteren Abbau in der Größenordnung von 5000 Stellen prüft, wie hier geschrieben. Die einfachere Formulierung wäre in diesem Fall, dass SMA die Schließung des Unternehmens "prüft"...

  • Hallo "Wut",
    Photovoltaik-Gesamtpakete mit Speichermöglichkeiten sind ein alter Hut und werden seit Jahrzehnten in Inselanlagen wie Reisemobile, Yachten, Berghütten, für informationstechnische Linien an Autobahnen etc. genutzt. Wegen des geringen Nutzen sind sie nur in Inselsystem ohne Netzanschluss sinnvoll. Um die Massenproduktion anzukurbeln, sind wie bei EEG-Anlagen erneute und hohe Subventionen notwendig. Und sollte es dann mal zu einer subventionierten Massenproduktion kommen, dann wird auch China wieder die Nase vorne haben. Chinesen können genau so gut produzieren wie wir, aufgrund ihres volkswirtschaftlichen Systems aber preiswerter. Zudem können sie genau so gut, oder getragen mit dem 1,34 Milliarden-Volk sogar noch besser als wir, subventionieren. Deutschland hat nur 82 Mill. Menschen, ein großer Teil davon in Richtung Altersarmut und Demenz.

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