Energie

Ökostrom-Tochter von RWE
Innogy nennt Details zur Strategie

Innogy hat sich große Ziele für das kommende Jahr gesetzt und nun seine Strategie konkretisiert. Unter anderem sollen Zu- und Verkäufe das Unternehmen stärken. Der Versorger will 1,2 Milliarden Euro investieren.
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Düsseldorf, EssenDie RWE-Ökostromtochter Innogy konkretisiert ein Jahr nach dem Börsengang ihre Strategie für die kommenden Jahre. Der Konzern wolle insbesondere in den Geschäften mit E-Mobilität, Photovoltaik und Glasfasernetzen sein Wachstum vorantreiben, teilte Innogy am Donnerstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Der Versorger wolle für den Ausbau dieser Bereiche bis 2019 bis zu 1,2 Milliarden Euro investieren. Die Summe ist Teil der von 2017 bis 2019 geplanten Investitionen von 6,5 bis sieben Milliarden Euro.

Vorstandschef Peter Terium strafft zudem die Zügel: „Innogy wird sich von Geschäftsaktivitäten verabschieden, bei denen das Unternehmen nach Marktstellung (Position) und Ertrag (Performance) nicht führend ist oder führend werden kann.“ Der Konzern werde sein Portfolio sowohl durch Zu- als durch Verkäufe stärken. Bis 2025 wolle Innogy in allen relevanten Märkten zu den drei führenden Anbietern und den ertragsstärksten Unternehmen der Branche gehören. Um dieses Ziel zu erreichen, werde es mit Blick auf die aktuellen Geschäftsaktivitäten keine Tabus geben.

Innogy sehe die Chance, „der führende Anbieter von E-Mobility-Lösungen in Europa und USA“ zu werden, betonte der Konzern. Schon heute betreibe das Unternehmen rund 5800 Ladepunkte in mehr als 20 Ländern und decke das gesamte Angebot von der Planung über den Aufbau, den Betrieb und die Wartung bis hin zur Abrechnung ab.

Im Bereich der Glasfasernetze sieht der Konzern in Deutschland einen sehr hohen Nachholbedarf und will das Ausbautempo deshalb nochmals erheblich erhöhen. Geprüft würden zudem Projekte im Ausland. In der Photovoltaik sei es erklärtes Ziel, in dem noch sehr fragmentierten Markt für Freiflächen-Anlagen eine starke Position in Europa, Nordamerika und ausgewählten Schwellenländern aufzubauen.

„Auf Dauer reicht es nicht, wenn ein Bereich unter dem Strich schwarze Zahlen schreibt“, sagte Terium. Innogy müsse zu den Besten zählen. „Es muss unser Anspruch sein, nach Größe und Ertrag jeweils zu den Marktführern zu gehören. Deshalb gibt es fortan keine Denkverbote mehr.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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