Energie

Ölfeld-Ausrüster
Erdgasboom belastet Halliburton

Die US-Energiewirtschaft setzt auf Gas. Durch das Fracking werden immer neue Quellen erschlossen. Das belastet die Bilanz für Ölfeldtechnikproduzent Halliburton. Die Aktie legt dennoch zu.
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San FranciscoDer Erdgasboom in den USA hat dem weltweit zweitgrößten Ölfeld-Ausrüster Halliburton einen Gewinnrückgang eingebrockt. Der Überschuss sank im zweiten Quartal um acht Prozent auf 679 Millionen Dollar, wie der US-Konzern am Montag mitteilte. Dank florierender Geschäfte im Ausland konnte der Rivale des amerikanischen Branchenprimus Schlumberger aber dennoch die Erwartungen von Analysten übertroffen. Die Anleger zeigten sich daher mit dem Ergebnis zufrieden: Die Aktie legte vorbörslich rund zwei Prozent zu.

Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar und damit das fünfte Quartal in Folge. Halliburton sei daher zunehmend optimistisch, erklärte Konzernchef Dave Lesar. Deswegen habe das Unternehmen aus dem texanischen Houston auch sein seit sieben Jahren laufendes Programm zum Aktienrückkauf um weitere 4,3 Milliarden Dollar aufgestockt - und somit fast verdreifacht.

In den USA zeigten die Ölfeld-Geschäfte erste Anzeichen einer Erholung, hieß es weiter. Dort hatte der Schiefergas-Boom den Markt zuletzt kräftig durcheinandergewirbelt. Denn die USA setzen verstärkt auf das umstrittene "Fracking", mit dem Gasvorkommen in der Erde mit Hilfe von Chemikalien gewonnen werden. Auch Schlumberger hatte am Freitag mit seinem Quartalsergebnis die Markterwartungen übertroffen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ölfeld-Ausrüster : Erdgasboom belastet Halliburton"

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  • Die gefrackten Erdgas-Quellen machen nach äußerst kurzer Zeit "schlapp". Das wird sich bald auch bis in den Mainstream durchsprechen und dann ist die ganze schöne Fracking-Bubble in den USA und der damit proklamierte Aufschwung (USA als Saudi-Arabien der Gas-Zukunft) am Ende. Die Kurse der Fracking-Spezialisten deuten es schon an - die Insider wollen raus.

    Was Europa angeht, so gibt es bessere -konventionelle - Gasquellen, z.B. im östlichen Mittelmeer, u.a. Griechenland.
    Das paßt den Anglo-Amerikanischen Energie-Multis und ihren Regierungen derzeit aber noch nicht in den Kram. U.a. muß in dieser Region erst mal "aufgeräumt" werden. Die Eingeborenen des östlichen Mittelmeers glauben nämlich tatsächlich, das Erdöl unter ihrem Meer gehöre Ihnen und nicht den Multis.
    Deshalb wurden schon eine Reihe Regierungen entfernt. Es folgen wohl weitere.

    Überblick über Gas im östlichen Mittelmeer
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/f-william-engdahl/israels-energiepolitische-gesamtstrategie-wird-erkennbar.html

    Gesamtproblematik:
    Peak-Öl, Abiotisches Öl (spricht hier auch kurz die Gasvorkommen des Mittelsmeers an), Frackingblase

    http://www.youtube.com/watch?v=HhP4wrnAWFM&feature=player_embedded

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