Energie

Ölkonzern aus Brasilien
Petrobras-Gewinn bricht um 90 Prozent ein

Der brasilianische Ölkonzern Petrobras hat im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch von fast 90 Prozent erlitten. Das Unternehmen ist zurzeit in einen weitverzweigten Korruptionsskandal verstrickt.
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Rio de JaneiroDer von einem umfangreichen Schmiergeldskandal belastete brasilianische Ölkonzern Petrobras hat einen deutlichen Einbruch seines Quartalsgewinns vermeldet. Der Gewinn sei im zweiten Quartal auf 531 Millionen Real (139 Millionen Euro) gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Das ist ein Minus von fast 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Petrobras führte unter anderem höhere Steuerzahlungen als Grund für den Gewinneinbruch an.

Der Konzern teilte außerdem mit, er habe Abschreibungen in Höhe von insgesamt 1,3 Milliarden Real vornehmen müssen. Hintergrund sei die Absage eines auf mehrere Jahre angelegten Investitionsplans.

Petrobras kämpft derzeit mit einem weitverzweigten Korruptionsskandal. Mehrere frühere Manager wurden bereits zu Haftstrafen verurteilt.

Die Ermittlungen richten sich auch gegen mehrere frühere Kabinettsmitglieder, Gouverneure, Abgeordnete und Senatoren sowie die Chefs der beiden größten Baukonzerne Brasiliens. Von 2004 bis 2014 sollen mehr als zwei Dutzend Firmen Schmiergelder an Petrobras gezahlt haben, um an lukrative Aufträge zu kommen. Petrobras zahlte den Ermittlungen zufolge ebenfalls Bestechungsgeld, unter anderem an Politiker.

Neben der Korruptionsaffäre machen dem Unternehmen sinkende Ölpreise und Wechselkursprobleme zu schaffen. Der Großteil der hohen Schulden von Petrobras muss in Dollar bedient werden, während die Einkünfte vorwiegend mit der Landeswährung Real erzielt werden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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