Energie

Ölkonzern
Shell-Gewinn purzelt um 70 Prozent

Die Öl- und Gaspreise sind niedrig und das Raffinerie-Geschäft macht auch Probleme – daher rechnet Shell mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Der neue Shell-Chef Ben van Beurden hat viel zu tun.
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LondonDer Gewinn des britisch-niederländischen Öl-Konzerns Shell ist Ende vergangenen Jahres überraschend eingebrochen. Der Gewinn im vierten Quartal des Jahres 2013 werde „signifikant“ unter dem gewohnten Niveau liegen, kündigte Shell am Freitag an. Die Aktie des Öl-Riesen und mit ihm der gesamte Branchenindex Stoxx 600 gingen sofort auf Talfahrt. Die Papiere von Shell verloren in den ersten Stunden bereits vier Prozent, die Aktien des britischen Konkurrenten BP 2,5 Prozent.

Im vierten Quartal stürzt der Gewinn um rund 70 Prozent ab. Unter dem Strich stehen für Shell im gesamten Jahr 2013 noch 16,4 Milliarden US-Dollar (12 Milliarden Euro) Gewinn in den Büchern – ein Rückgang um fast 40 Prozent.Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, aber nicht in diesem Ausmaß. Seine gesamten Jahreszahlen will Shell am 30. Januar vorlegen. Der zum Jahresende ausgeschiedene Unternehmenschef Peter Voser hatte bereits im Oktober schwierige Zeiten vorausgesehen und eine Phase des „Devestments“ angekündigt. So wurden Geschäfte in den USA und in der Nordsee abgestoßen.

„Unsere Ergebnisse im Geschäftsjahr 2013 entsprechen nicht dem, was ich von Shell erwarte“, sagte der neue Vorstandschef Ben van Beurden laut Mitteilung. Nun werde der Fokus darauf liegen, die Margen und Renditen wieder aufzurichten. Van Beurden hat Anfang des Jahres das Ruder von Voser übernommen.

Shell musste allein im vierten Quartal 700 Millionen US-Dollar und 2,7 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr auf das Upstream-Geschäft - also die Förderung von Öl- und Gas - abschreiben. Dazu trugen auch Sicherheitsprobleme im Förderland Nigeria bei.

Die Gewinnmargen im verbrauchernahen Downstream-Geschäft - etwa bei den Raffinerien und beim Verkauf von Benzin - seien schwach gewesen. Zudem sei die Produktion niedriger ausgefallen als erwartet. Im sogenannten Upstream-Geschäft brach der Gewinn ohne Berücksichtigung von Sonderposten um ein Viertel ein.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Am besten richtet er ein Spendenkonto ein, auf das für Shell eingezahlt werden kann.
    Shell ist doch immer zuverlässig in der Versorgung der Bevölkerungen gewesen. So etwas kann doch nicht unbespendet bleiben.

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