Energie

Ölkonzern
Shell steigt in deutschen Strommarkt ein

Schätzungsweise 1190 Strom- und 890 Gasanbieter buhlen in Deutschland um Kunden – der Großteil davon regional. Nun drängt auch der Mineralölkonzern Shell auf den deutschen Markt.

FrankfurtDer Mineralölkonzern Shell will in Deutschland künftig auch Strom und Gas verkaufen. Shell schließt dazu eine Partnerschaft mit dem britischen Energieversorger First Utility. „Der deutsche Markt ist stark fragmentiert, aber viele Anbieter sind nur regional aktiv“, sagte der Geschäftsführer der in Hamburg ansässigen First Utility GmbH, Maik Neubauer, der Nachrichtenagentur Reuters. 70 Prozent der Kunden hätten noch nie ihren Energieanbieter gewechselt.

Shell will ab Mittwoch auch an seinen rund 2200 Tankstellen in Deutschland auf Kundenfang gehen. Der Partner First Utility ist in Großbritannien zuletzt stark gewachsen und hat dort über 850.000 Kunden. First Utility wird die Verträge mit den Kunden schließen, während Shell die Beschaffung und Bereitstellung des Stroms und Gases übernimmt.

Deutschland ist der größte Markt für Strom und Gas in Europa. Doch dieser ist hart umkämpft. Neben den Energieriesen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall buhlen auch Hunderte Stadtwerke um Kunden. Dem Branchenverband BDEW zufolge gibt es hierzulande insgesamt 1190 Strom- und 890 Gasanbieter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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