Ölpreis: Wie der Preisverfall deutsche Ölförderer trifft

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Wie der Preisverfall deutsche Ölförderer trifft

Die deutsche Wirtschaft profitiert vom niedrigen Ölpreis. Doch was kaum einer weiß: Eine kleine Branche leidet, denn 2,5 Prozent des in Deutschland verbrauchten Öls wird direkt hierzulande gefördert.

HannoverDie andauernde Flaute in der Ölbranche und der Preisverfall bei den Rohstoffen treffen auch die kleine deutsche Öl- und Gasbranche. „Zwar hat die aktuelle Entwicklung kurzfristig noch keine Auswirkung auf die Produktion, langfristig aber schon“, sagt Miriam Ahrens vom Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) in Hannover. Unmittelbar betroffen sei bereits die Zulieferindustrie – vor allem wegen unsicherer Rahmenbedingungen etwa beim Thema Fracking.

Aber auch wegen des Ölpreisverfalls stehen bei vielen Firmen die Zeichen auf Sparen. Ahrens: „Die kämpfen mit Kurzarbeit.“

Beim Siemens-Konzern etwa sorgt die Entwicklung im wichtigen Öl- und Gasgeschäft für Kummerfalten. Bleibt eine Erholung aus, könnten Abschreibungen beim Ölindustrie-Zulieferer Dresser-Rand drohen, fürchten Investoren. In den USA hat der US-Konzern Schlumberger, der weltgrößte Technik-Dienstleister der Branche, als Reaktion auf den niedrigen Ölpreis bereits weitere 10.000 Stellen abgebaut.

In Deutschland wirft der Preisverfall zudem die Frage nach der Wirtschaftlichkeit der zur Neige gehenden Lagerstätten auf. Niedrige Preise können sich als Konjunkturbremse auswirken, da sie nicht gerade zu Investitionen in weniger rentable Felder inspirieren. „Geplante Investitionen werden erst mal vertagt“, betont Ahrens.

Nach WEG-Angaben deckt die Industrienation Deutschland zwölf Prozent ihres Erdgasverbrauchs durch heimische Förderung ab – beim Öl sind es gerade mal 2,5 Prozent. Im internationalen Vergleich ist Deutschland als Rohölproduzent also ein Zwerg. Vor dem geopolitischen Hintergrund ist die heimische Förderung für die Sicherung der Energieversorgung aber dennoch von Interesse.

Schließlich importiert Deutschland bisher Öl häufig aus instabilen Gegenden wie dem Nahen Osten. Transportrouten wären im Krisenfall nicht hundertprozentig sicher.

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Bei Bohrungen auf Erdöl statt Braunkohle gestoßen

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