Energie

Ölpreise
BP-Europa-Chef erwartet kein Benzinpreis-Hoch

Der jüngste Anstieg der Ölpreise belastet Autofahrer. Doch der Europa-Chef des Ölkonzerns BP erwartet zunächst keine neuen Spitzenpreise für Benzin. Das Bundeskartellamt rät derweil zum Preisvergleich.
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Bonn/EssenDer Chef des Aral-Mutterkonzerns BP Europa, Wolfgang Langhoff, erwartet in nächster Zeit keine neuen Spitzenpreise für Benzin. BP rechne mit „mittelfristig niedrigen Ölpreisen“, sagte Langhoff der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Folglich werde es auch an den Zapfsäulen wohl keine neuen Spitzenpreise wie noch vor vier oder fünf Jahren geben. „Unter der Voraussetzung, dass es keine großen globalen Veränderungen gibt, rechne ich für die nächsten 12 bis 18 Monate mit Preisen an der Tankstelle zwischen 1,30 Euro und 1,60 Euro.“ Derzeit liegt der Preis für Super-Benzin in Essen bei 1,32 bis 1,38 Euro.

Am Donnerstag hatte das Bundeskartellamt den Jahresbericht seiner Preistransparenzstelle für Kraftstoffe vorgestellt. Danach schwanken die Preise an den Tanksäulen um bis zu 30 Cent pro Tag in derselben Stadt. Amtschef Andreas Mundt riet den Verbrauchern zum Preisvergleich über die Transparenzstelle der Behörde. Sie sammelt seit Ende 2013 regelmäßig die Daten von knapp 15.000 Tankstellen in Deutschland und gibt sie über Verbraucherinformationsdienste mit wenigen Minuten Verzögerung an die Autofahrer weiter. „Auswählen und gezielt tanken spart Geld und erhöht den Wettbewerbsdruck auf die Mineralölunternehmen“, sagte Mundt.

BP-Europa-Chef Langhoff bestätigte, dass die Transparenzstelle zu gesunkenen Kraftstoffpreisen beigetragen habe: „Einen gewissen Effekt gibt es. Denn einige Autofahrer tanken gezielt, wenn die Preise niedrig sind“, sagte er. Mit rund 2500 Stationen bundesweit ist Aral Deutschlands größte Tankstellenkette. Zwischen 18.00 und 20.00 Uhr ist der Kraftstoff laut Transparenzstelle im Schnitt am günstigsten, nachts am teuersten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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