Energie

Österreichischer Energiekonzern
EVN-Gewinn bricht um fast 40 Prozent ein

Abschreibungen und schlechte Ergebnisse der Beteiligungen machen dem Energiekonzern EVN zu schaffen. Die Österreicher haben deutlich weniger verdient. Der Ausblick fällt ebenfalls mau aus.
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WienDer niederösterreichische Energieversorger EVN stellt trotz der mauen Geschäftsaussichten seinen Aktionären eine konstante Dividende in Aussicht. "Die stabile Dividendenpolitik wollen wir beibehalten", sagte EVN-Chef Peter Layr am Dienstag. Für das vergangenen Geschäftsjahr 2011/12 zahlte der mehrheitlich im Besitz des Landes Niederösterreich stehende Konzern 42 Cent je Aktie.

EVN ist der größte Strom-, Gas- und Wärmeversorger in Niederösterreich und erwirtschaftet rund ein Drittel seiner Geschäfte in Südosteuropa - den Großteil in Bulgarien. Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr 2012/13 bekräftigte die Firma einen Rückgang des Konzernergebnisses um rund 40 Prozent. "Trotz der Verwerfungen an den Strom- und Gasmärkten sind wir in einem relativ krisenfesten Segment tätig", sagte Layr. Die operativen Ergebnisse sollten daher "relativ stabil bleiben", sagte der EVN-Chef. Die Energiepreise für die Kunden sollen aber nicht erhöht werden. "Über den nächsten Winter können die Kunden mit stabilen Preisen rechnen."

Das erste Halbjahr war von Abschreibungen und schlechten Ergebnissen bei den Beteiligungen geprägt. Bei um 2,3 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro gesunkenen Erlösen brach der Gewinn unter dem Strich um 38 Prozent auf 132 Millionen Euro ein. Hier machte sich der deutliche Rückgang beim Finanzergebnis bemerkbar, das auf minus 17,2 (Vorjahr: 65,4) Millionen Euro drehte.

Der im ersten Quartal verbuchte negative Ergebnisbeitrag der EconGas von 20,4 Millionen Euro habe zu einer Differenz im ausgewiesenen Ergebnis von 32,2 Millionen Euro geführt. "Die EconGas ist derzeit keine Erfolgsgeschichte", sagte Layr. Es habe aber kein Eigentümer den Drang, die Gesellschaft zu verkaufen. EconGas ist eine Erdgas-Direktvertriebs-Gesellschaft an der die EVN 16,5 Prozent hält. Größter Aktionär ist der Energiekonzern OMV mit einem Anteil von 50 Prozent.

Auf das Ergebnis des Halbjahres drückte zudem ein negativer Einmaleffekt in Höhe von 27,5 Millionen Euro infolge des Verkaufs des Anteils an der albanischen Devoll Hydropower. Zudem kam es zu einer Abwertung der über die WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Verbund -Aktien, was zu einem negativen Ergebnisbeitrag von 22,5 Millionen Euro führte, hieß es.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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