Energie

Partnerschaft mit DHL Innogy baut Ladesäulen an Post-Standorten

Innogy setzt auf E-Mobilität. Die RWE-Tochter will Standorte der Post-Tochter DHL mit Ladesäulen ausrüsten.
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Innogy baut Ladesäulen an Post-Standorten Quelle: dpa
Innogy

Die RWE-Tochter will auch in weitere Länder expandieren.

(Foto: dpa)

EssenDie RWE-Tochter Innogy treibt ihr Geschäft mit der Elektromobilität voran. Der Konzern habe mit der Deutsche-Post-Tochter DHL eine Partnerschaft vereinbart, sagte Innogy-Vertriebsvorstand Martin Herrmann am Dienstag in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Innogy werde in Deutschland und neun weiteren westeuropäischen Ländern die Logistikstandorte von DHL mit der Ladeinfrastruktur ausrüsten. „Die Streetscooter der Post können an einer eigens für sie entwickelten Lösung von Innogy laden.“ Der Vertrag laufe bis Ende 2019. Zum Auftragsvolumen äußerte er sich nicht.

„Wir wollen jedes Jahr signifikant wachsen“, kündigte der Manager an. Die Geschäfte müssten aber den Profitabilitätscheck bestehen. „Wir zahlen bei Aufträgen nicht drauf.“ Innogy habe aber im Moment natürlich noch Kosten für den Aufbau des Geschäfts. „Ich gehe davon aus, dass wir 2018/19/20 noch säen müssen, ab 2021 erwarten wir einen signifikanten Umsatzbeitrag. Danach werden wir auch signifikante Ergebnisse erzielen.“ Innogy setze auf Partnerschaften. „Im Hardware-Bereich sind auch Zukäufe möglich.“ Der Konzern beschäftige im Bereich E-Mobility derzeit rund 120 Mitarbeiter. „Die Zahl wird weiter wachsen.“

Zu den Kunden des Unternehmens gehören sowohl Privat- als auch Geschäftskunden und Flottenbetreiber. Dazu gehören Daimler, Volkswagen, Porsche und Aldi Süd. „Daimler ist unser größter Kunde. Wir haben 1500 Ladepunkte an 22 Werksstandorten von Daimler in Deutschland.“ Europaweit hat Innogy nach eigenen Angaben in über 20 Ländern rund 7000 vernetzte Ladepunkte installiert. Hinzu kämen rund 10.000 Ladepunkte in privaten oder gewerblichen Stellplätzen und Garagen. „Unser Geschäft besteht darin, die Ladesäulen zu liefern, zu installieren, zu warten und über unser Back-End intelligent zu vernetzen und zu betreiben.“ Die Ladesäulen werden Herrmann zufolge weitestgehend in Deutschland produziert.

Der Ausbau des Geschäfts mit E-Autos hängt im großen Maße vom Netz an Ladesäulen ab. Auf dem Markt sind Versorger wie Innogy, E.ON oder der französische Engie-Konzern aktiv, aber auch der E-Auto-Pionier Tesla oder Start-ups wie der US-Konzern ChargePoint, an dem Daimler, BMW und Siemens beteiligt sind.

Innogy will Herrmann zufolge auch den Markteintritt in weitere Länder vorantreiben. In Italien baue der Konzern das Geschäft durch eine Partnerschaft mit dem Mailänder Elektromobilitätsanbieter Be Charge aus. Das Unternehmen wolle allein 2018 in Italien rund 100 Ladepunkte aufstellen, die von Innogy vernetzt werden. Autofahrer könnten so sehen, wo eine Säule frei sei. „In den kommenden Jahren soll die Gesamtzahl auf 1000 steigen.“

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