Energie

Planspiele der Telekom
Verteilerkästen könnten Ladestationen werden

Die Telekom besitzt in Deutschland 380.000 graue Kästen am Straßenrand, von denen rund 12.000 auch zu Elektroauto-Ladesäulen umgebaut werden könnten. Allerdings müssen Bund und Kommunen bei dem Plan mitspielen.
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BonnDie Telekom denkt über ein eigenes Ladenetz für E-Autos in Deutschland nach, um den bislang schleppenden Aufbau der Elektromobilität voranzubringen. „Wir haben die Chance und die Technologie, beim Ladenetz für Deutschland ein großes Stück voranzukommen“, sagte Vorstandschef Tim Höttges bei einem Branchentreff der „Automobilwoche“.

In Deutschland seien 380.000 Kabelverzweiger der Telekom installiert. Jeder dieser grauen Kästen habe eine Stromversorgung, eine Batteriepufferung und digitale Messstelle. „Da müssen wir vorne nur einen Stöpsel dranmachen, dann können alle Elektroautos daran tanken“, hieß es laut Bericht der Zeitung. Diese technisch noch etwas unpräzise Aussage wurde von einem Telekom-Sprecher am Donnerstag bestätigt, die Rede war von konkreten Überlegungen.

Es seien bereits rund 12.000 geeignete Standorte mit Parkmöglichkeiten identifiziert worden, hieß in dem Bericht der „Automobilwoche“ weiter. Erste Prototypen sollen noch in diesem Jahr installiert werden.

Der Ausbau ist aber nach Angaben des Sprechers an bestimmte Bedingungen geknüpft. Dazu gehörten Fördermittel des Bundes und auch die Kommunen müssten mit der Schaffung von Parkraum um die Kabelverzweiger mitspielen.

Der weltweite Absatz von Elektroautos hat seit 2016 um fast 50 Prozent zugenommen und einige europäische Länder haben sich dazu verpflichtet, den Verkauf von Benzin- und Dieselfahrzeugen innerhalb der nächsten Jahrzehnte zu verbieten, was die Nachfrage nach Ladestationen an bestehenden und neuen Versorgungsstandorten vergrößert hat.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor

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