Energie

Platinförderer
Amplats will rund 7000 Stellen streichen

Amplats kämpft mit den gestiegenen Löhnen seiner Mitarbeiter. Um das Loch in der Kasse zu stopfen, will der weltweit größte Platinproduzent nun Arbeitsplätze streichen – und handelt sich so wohl Streiks ein.
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JohannesburgDer weltgrößte Platinproduzent Anglo American Platinum (Amplats) riskiert mit seinen Stellenstreichungen Streiks. Der Minenbetreiber Amplats, der Anglo zu 80 Prozent gehört, will in Südafrika überraschend nun doch mehr Jobs abbauen als angekündigt. Das Unternehmen will sich nach eigenen Angaben vom Montag nun von knapp 7000 Mitarbeitern trennen. Vor kurzem war von 6000 Stellen die Rede. Am Jahresanfang hatte Amplats mit dem Abbau von 14.000 Jobs gedroht. Dies hätte etwa ein Viertel der Amplats-Arbeitskräfte und drei Prozent der Minen-Arbeitsplätze in Südafrika insgesamt bedeutet.

Amplats will seine Produktion kürzen. Die Gewinnmarge des Unternehmens ist nur halb so hoch wie im Durchschnitt der Branche. Die Pläne sind ein Schlag für die Regierung im Land, die gegen die hohe Arbeitslosenquote von derzeit rund 25 Prozent ankämpft.

Amplats hatte zuletzt unter anderem mit gestiegenen Löhnen und höheren Energiekosten zu kämpfen. Zudem war die Nachfrage nach Platin eher schwach: das Metall wird unter anderem bei Diesel-Fahrzeugen benötigt und auf dem wichtigen Absatzmarkt Europa für diese Autos sah es zuletzt mau aus. In Südafrika gibt es etwa 80 Prozent der weltweit bekannten Platin-Reserven.

Bei einem Streik im August 2012 hatte die Polizei das Feuer auf eine Gruppe von rund 3000 Minen-Arbeiter eröffnet und 34 von ihnen getötet. Die Arbeiter des Anglo-Rivalen Lonmin hatten sich geweigert, auseinanderzugehen. Es war der härteste Polizeieinsatz seit dem Ende der Apartheid 1994. Der Polizeiminister hatte den Einsatz als Notwehr bezeichnet, da aus der Menge heraus auf die Beamten geschossen worden sei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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