Energie

PNE Wind AG Aufsichtsrat feuert Vorstandschef und sich selbst

Heißer Freitag beim Projektentwickler PNE Wind: Vorstandschef Martin Billhardt muss gehen, der gesamte Aufsichtsrat tritt zurück. Es ist der Showdown eines monatelangen Machtkampfes.
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„Endlich ist der Weg frei für einen Neuanfang.“ Quelle: dpa
Zentrale von PNE Wind in Cuxhaven

„Endlich ist der Weg frei für einen Neuanfang.“

(Foto: dpa)

CuxhavenDer Vorstandschef klang wie immer. Kühl und nüchtern präsentierte Martin Billhardt noch am Montag die aktuellen Halbjahreszahlen seiner PNE Wind AG. Die Analysten ließen sich den um 40 Prozent eingebrochenen Umsatz erklären und weshalb unterm Strich trotzdem ein Plus von 18,4 Millionen Euro steht. Kaum einer ahnte in diesem Moment, dass dies Billhardts letzte Telefonkonferenz werden sollte.

Vier Tage später ist klar: Einer der größten Windparkbauer Deutschlands steht vor einem Neuanfang. Wie die PNE Wind AG nach einer Aufsichtsratssitzung am Freitag mitteilte, verlässt der Vorstandsvorsitzende zum 30. September das Cuxhavener Unternehmen. Mit Billhardt soll auch der gesamte Aufsichtsrat des Projektentwicklers abtreten. Alle Mitglieder des Kontrollgremiums erklärten sich demnach bereit, ihr Mandat zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung niederzulegen. Diese soll am 23. Oktober stattfinden.

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