Energie

Potash-Offerte für Dax-Konzern
Für „Ja“-Wort von K+S fehlen nur ein paar Euro

K+S-Chef Steiner hat das Milliarden-Angebot von Potash brüsk zurückgewiesen. „Es ist sein Job, ein bisschen zu poltern“, weiß ein großer Aktionär. Warum sich der Dax-Konzern mit dem Rivalen schnell einig werden könnte.
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FrankfurtNoch wehrt sich K+S -Chef Norbert Steiner gegen die Übernahmeavancen von Potash. „K+S braucht Potash nicht“, lautet seine Devise. Für viele Investoren und Analysten ist aber klar: Der Kasseler Salz- und Düngemittelkonzern sollte sich am Ende vom größeren Konkurrenten aus Kanada schlucken lassen, um am Weltmarkt besser bestehen zu können.

Potash wird sein Angebot, das K+S mit knapp acht Milliarden Euro bewertet, dafür noch einmal leicht aufstocken und Garantien für Arbeitsplätze in Deutschland abgeben müssen. Dann wird Steiner wohl nichts anderes übrigbleiben, als der ersten grenzüberschreitenden Übernahme eines Dax -Konzerns seit zehn Jahren zuzustimmen.

Dass Steiner den ersten Vorschlag über 41 Euro je Aktie zurückwies und einen höheren Preis fordert, können Investoren nachvollziehen. „Es ist sein Job, ein bisschen zu poltern“, sagt einer der 15 größten Aktionäre des Unternehmens. Er geht wie die meisten Experten davon aus, dass Steiner bei Potash noch ein paar Euro mehr herauskitzeln kann. Analyst Markus Mayer von der Baader Bank erwartet, dass Potash in Kürze eine neue Offerte vorlegt. „Ich glaube, dass die sich sehr wohl zusammenraufen und nochmal an den Tisch kommen werden.“ Übertreiben solle es Steiner beim Pokern aber nicht. „Die Fallhöhe ist sehr groß“, sagt der Top-15-Aktionär.

K+S ist mit einer jährlichen Produktion von rund sieben Millionen Tonnen Kali derzeit die Nummer fünf im weltweiten Kali-Markt, der von einer Handvoll Konzernen aus Russland, Weißrussland und Nordamerika beherrscht wird. Das Oligopol sorgt dafür, dass die Kali-Preise weltweit deutlich über den durchschnittlichen Produktionskosten liegen.

K+S ist als Anbieter mit relativ hohen Kosten darauf am stärksten angewiesen. Auch wegen der Rubel-Schwäche bestehe aber das Risiko, dass der russische Marktführer Uralkali Europa irgendwann mit billigem Kali flute, warnt der K+S-Großaktionär. Sollte das Unternehmen aus Kassel alleine bleiben, könnte es im schlimmsten Fall aus dem Markt gedrängt werden.

Die heile Kali-Welt bekam schon 2013 Risse, als sich Uralkali und der weißrussische Rivale Belaruskali zerstritten. Seitdem produzieren beide Konzerne so viel sie können. Potash und seine nordamerikanischen Partner Mosaic und Agrium drosseln dagegen bei Bedarf die Produktion und halten den Preis damit auf einem auskömmlichen Niveau. Durch den Kauf von K+S könnten die Nordamerikaner ihre Marktmacht erhöhen und sicherstellen, dass die „Preis-vor-Mengen“-Strategie noch einige Zeit funktioniert.

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Kleine K+S-Minen könnten früher dichtgemacht werden

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  • Wer ueber eine Uebernahme entscheidet sind die Aktionaere, nicht der Vorstand. Wenn der
    Preis stimmt, wird der deal durchgezogen.

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