Preiserhöhungen : Versorger jagen Stammkunden in die Flucht

Energie

Preiserhöhungen
Versorger jagen Stammkunden in die Flucht

So viele Verbraucher wie noch nie haben ihren Stromanbieter gewechselt. Über zwei Millionen Kunden unterschrieben wegen steigender Preise neue Verträge. Der Strompreis ist im Schnitt um 12 Prozent gestiegen.
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DüsseldorfDie Stromanbieter haben mit den jüngsten Preiserhöhungen ihre Kunden vergrätzt. Knapp zwei Millionen Verbraucher wechselten zwischen November und Januar ihren Versorger - so viele wie niemals zuvor, wie das Vergleichsportal Verivox.de mitteilte. Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung, betonte: „Besonders bemerkenswert ist, dass der Anteil der Kunden, die zum allerersten Mal den Stromanbieter gewechselt haben, bei rund 50 Prozent liegt.“ Er wertete dies als Beweis für gut funktionierende, liberalisierte Energiemärkte in Deutschland.

In den vergangenen Monaten haben Hunderte Versorger ihre Stromtarife angehoben, darunter auch E.ON, EnBW und Vattenfall sowie zuletzt RWE . Als Begründung nannten sie die gestiegene Abgabe zur Ökostromförderung. Nach einer Erhebung des Verbraucherportals Verivox.de erhöhen fast 800 Stromanbieter für insgesamt 40 Millionen Haushalte ihre Preise. Bei einem Durchschnittsverbrauch einer drei- bis vierköpfigen Familie von 4000 Kilowattstunden liege der Aufschlag im Schnitt bei 12,2 Prozent.





Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "..gut funktionierende, liberalisierte Energiemärkte.."

    KÖSTLICHER WITZ! ... mafiöse Kartelle, denen die schwächliche Politik nichts entgegenzusetzen hat sind hier am Werk.

    Harald Schumann - Wirtschaftliche Macht und Demokratie (HD):

    http://www.youtube.com/watch?v=6m0kFgf3m9Q

  • Bin ganz Ihrer Meinung!

  • Alles auf die Energiewende zu schieben, ist das Ammenmärchen!
    Priesteigerungen gab es schon vorher. Die extrem hohen Gewinne der vergangenen Jahre sprechen da Bände. Das Energiekartell hat den Markt aufgeteilt und zockt uns alle ab. Nun geht es darum, diese Gewinne auch weiterhin zu sichern. Sonne und Wind schicken keine Rechnung. Was will man künftig als Grund bringen????

    Und das nichts in die Netze investiert wurde, wissen wir spätestens seit dem Stromausfall im Münsterland, als 100Jahre alte Strommasten zusammenbrachen - das war weit vor der Energiewende!

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