Energie

Preisverfall im Kali-Markt
Moody's stuft K+S auf Ramsch-Niveau herab

Die fallenden Preise im Kali-Düngemittel-Markt wirken sich auf die Bonitätsnote von K+S aus. Moody's bewertet das Kasseler Unternehmen nur noch mit „Ba1“ – Ramsch-Niveau. K+S gibt sich nach dem Rating-Urteil trotzig.
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FrankfurtDie Ratingagentur Moody's senkt wegen des drohenden Preiskampfes auf dem Düngemittelmarkt den Daumen über K+S. Die Agentur setzte die Bonitätsnote des Dax-Konzerns am Dienstagabend um zwei Stufen auf das Ramsch-Niveau „Ba1“ herab.

Moody's geht davon aus, dass die Preise für Kali-Düngemittel nach dem Platzen des russisch-weißrussischen Exportbündnisses BPC fallen werden. Das würde auch die Ergebnisse von K+S belasten. Hinzu kommt, dass die Firma aus Kassel weiteres Geld für die Eröffnung einer neuen Kali-Mine in Kanada (Lagecy Projekt) in die Hand nehmen muss. Auch die Agentur S&P prüft, ob sie das K+S-Rating herabsetzen soll.

Der hessische Konzern kann die Entscheidung von Moody's nicht nachvollziehen und ist überzeugt, trotz der Herabstufung bei Bedarf weiter Mittel am Kapitalmarkt einsammeln zu können. K+S verfüge nach wie vor über Barmittel von rund 1,2 Milliarden Euro und über eine Kreditlinie von über einer Milliarde Euro, sagte ein Firmensprecher. Zudem sei eine höhere Verschuldung, die K+S wegen der kostspieligen Eröffnung der Mine in Kanada anhäufen könnte, nur temporär.

Der Konzern sei überzeugt, diese nach der Inbetriebnahme des Bergwerks zügig wieder abzubauen, erklärte der Sprecher. "Ziel war und ist es, langfristig ein Rating im Investment Grade-Bereich zu haben."

Der russische K+S-Konkurrent Uralkali hat Ende Juli das Exportkonsortium BPC mit dem weißrussischen Staatskonzern Belaruskali aufgekündigt und damit Schockwellen in der Düngemittelbranche ausgelöst. Bisher haben BPC und das nordamerikanischen Pendant Canpotex 70 Prozent des Kali-Düngemittelmarktes beherrscht und die Preise stets auf einem hohen Niveau gehalten. Nun stellen sich K+S und viele Konkurrenten auf fallende Preise und rauere Zeiten ein. Der hessische Konzern will darauf mit einem Sparpaket reagieren, mit dem er die Kosten Brancheninsidern zufolge um einen dreistelligen Millionen-Betrag drücken will.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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