Energie

Projekt Arkona

Grundstein für Offshore-Windpark nördlich von Rügen gelegt

Mehr als 1,2 Milliarden Euro Investitionskosten und eine Leistung von 385 Megawatt, die 400.000 Haushalte mit Energie versorgen soll: Der Bau des geplanten Windparks Arkona in der Ostsee hat begonnen.
Konzernvertreter setzten gemeinsam unter anderem mit Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD, m.) den symbolischen Grundstein für das Projekt. Quelle: dpa
Grundsteinlegung für Ostsee-Windpark

Konzernvertreter setzten gemeinsam unter anderem mit Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD, m.) den symbolischen Grundstein für das Projekt.

(Foto: dpa)

BerlinMit der Grundsteinlegung in Sassnitz auf Rügen hat am Donnerstag der Bau für den neuen Offshore-Windpark Arkona begonnen. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des deutschen Energieversorgers Eon und der norwegischen Statoil. Der Windpark soll nach Angaben von Eon 2019 vollständig in Betrieb gehen.

Der Windpark ist auf eine Leistung von 385 Megawatt ausgelegt und kann nach der vollständigen Inbetriebnahme rechnerisch 400.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen. Im Vergleich zu konventionell erzeugtem Strom können damit laut Eon jährlich bis zu 1,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Die Anlage wird in der Ostsee etwa 35 Kilometer nordöstlich der Insel Rügen errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte symbolisch für das zum Windpark gehörende Betriebsgebäude im Sassnitzer Fährhafen Mukran Port. Bereits begonnen hat nach Unternehmensangaben auch der Netzanschluss durch den Betreiber 50Hertz. Auch die Fertigung der Komponenten für die Anlage sei im Zeitplan.

Die größten Windkraft-Konzerne der Welt
Platz 14: XEMC (China)
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Nirgendwo auf der Welt werden jährlich mehr Windräder ans Stromnetz angeschlossen als in China. Zu den größten Profiteuren dieses fernöstlichen Grünstrom-Booms zählt XEMC. Der chinesische Elektrokonzern hat im Jahr 2009 die niederländische Energiefirma Darwind gekauft und sich so wertvolles Know-how für die Herstellung von Windturbinen und Rotorblättern gesichert, den wichtigsten Komponenten von Windenergieanlagen. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma FTI Intelligence brachte es XEMC 2016 auf einem Marktanteil von 2,2 Prozent.

Marktanteil 2,2 Prozent.  

Platz 13: Dongfang (China)
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Der chinesische Staatskonzern Dongfang stellt Schiffe, Lokomotiven und Gasturbinen her. Zu einem immer einträglicheren Geschäft werden aber auch die Windräder, die das Unternehmen aus der Provinz Sichuan fertigt.

Marktanteil: 2,2 Prozent.

Platz 12: Senvion (Deutschland)
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Deutschlands viertgrößter Windkraftkonzern Senvion rangiert global gesehen nur noch auf Platz 12. Die Hamburger kämpfen derzeit mit schwindenden Aufträgen, bröckelnden Marktanteilen und sinkenden Umsätzen. Nach einer Konsolidierungsphase soll der Erlös bis 2019 aber auf 2,6 Milliarden Euro in die Höhe schnellen. Damit die Konkurrenz Senvion in der Zwischenzeit nicht völlig enteilt, streicht der Konzern Hunderte Stellen und investiert in neue Produkte.

Marktanteil: 2,5 Prozent.

Platz 12: Sewind (China)
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Die Windkraftsparte des chinesischen Staatskonzerns Shanghai Electric produziert in zwei Fabriken jährlich mehr als 3.000 Windräder. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen mit seinen Anlagen auf hoher See. Im Segment Offshore-Wind zählt Sewind zu den drei größten Herstellern weltweit. In Deutschland sind die Chinesen zudem am Maschinenbauer Manz AG beteiligt.

Marktanteil: 3,0 Prozent.  

Platz 10: CSIC Haizhuang (China)
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Unter den 14 führenden Windkraftkonzern der Welt befinden sich gleich acht Unternehmen aus China. Der Grund ist simpel: Im Reich der Mitte wurden alleine 2016 mehr als 40 Prozent der weltweit neu installierten Windräder ans Stromnetz angeschlossen. Ausländische Firmen kommen in China kaum zum Zug, der Markt ist weitgehend abgeschottet. Dieser Heimatbonus beflügelt Konzerne wie CSIC Haizhuang – sie prägen verstärkt den Weltmarkt.

Marktanteil: 3,2 Prozent.

Platz 9: Mingyang (China)
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Chinas viertgrößter Windkraftkonzern will sich vom Maschinenbauer zum Service-Unternehmen wandeln. Zwar soll die Produktion von Turbinen, Gondeln und Rotorblättern weiterhin eine wesentliche Säule des Geschäfts bleiben, aber die Wartung und Instandhaltung von Windrädern verspricht höhere Renditen.

Marktanteil: 3,5 Prozent.

Platz 8: Envision (China)
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Lei Zhang ist das Enfant terrible der Windenergieindustrie. Der Chef von Envision bezeichnet sein Unternehmen gerne als das „Apple der Energiewelt“. Statt wie die Konkurrenz lediglich „dumme“ Windräder herzustellen, will Zhang künftig mit einer offenen Plattform Geld verdienen, die Angebot und Nachfrage im Energiemarkt synchronisiert. Schwankende Solar- und Windenergie will er im großen Stil mit Stromspeichern, Elektroautos oder Industrieanlagen koppeln und auf lange Sicht mit dem smarten Steuern von Energieflüssen Milliarden verdienen. Zumindest ein paar Jahre lang dürfte der Verkauf von Windmühlen aber noch das Kerngeschäft von Envision bleiben. Anders als die Wettbewerber lässt Envision aber die Anlagen von Subunternehmen fertigen. Damit braucht der Konzern fast zwanzig Mal weniger Fixangestellte als die Branchenführer. Nur das Design und die Patente gehören Envision. „Wie bei Apple“, meint Unternehmenschef Zhang.

Marktanteil: 3,5 Prozent.

Das Investitionsvolumen für den Windpark beträgt laut Eon mehr als 1,2 Milliarden Euro. Eon und Statoil sind an dem Vorhaben jeweils zu 50 Prozent beteiligt. Eon wies darauf hin, dass es damit als erstes Unternehmen über Windparks sowohl in der Nord- wie auch in der Ostsee verfügen werde.

  • afp
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