Energie

Prokon Windenergiefirma macht Millionenverlust

Prokon hat 2016 einem Bericht zufolge Verluste im zweistelligen Millionenbereich geschrieben – und nun alle Windprojekte in Polen gestoppt. Dabei wurde das Unternehmen erst im Sommer 2015 aus der Pleite gerettet.
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Im Sommer 2015 wurde das Unternehmen aus der Pleite gerettet. Nun schreibt es wieder hohe Verluste. Quelle: dpa
Prokon

Im Sommer 2015 wurde das Unternehmen aus der Pleite gerettet. Nun schreibt es wieder hohe Verluste.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDas im Sommer 2015 vor der Pleite gerettete Unternehmen Prokon aus Itzehoe schreibt schon wieder Verluste, wie die WirtschaftsWoche berichtet. Im vergangenen Jahr habe die Energiegenossenschaft einen Verlust in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe gemacht. Das bestätigte Prokon-Vorstand Henning von Stechow dem Magazin.

Grund für die Verluste seien restriktivere Vorgaben für Windparks in Polen. Profitabel könnten neue Windparks dort nicht mehr betrieben werden. „Wir haben deshalb alle unseren geplanten neuen Windprojekte in Polen gestoppt“, sagte von Stechow.

Die größten Windkraft-Konzerne der Welt
Platz 14: XEMC (China)
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Nirgendwo auf der Welt werden jährlich mehr Windräder ans Stromnetz angeschlossen als in China. Zu den größten Profiteuren dieses fernöstlichen Grünstrom-Booms zählt XEMC. Der chinesische Elektrokonzern hat im Jahr 2009 die niederländische Energiefirma Darwind gekauft und sich so wertvolles Know-how für die Herstellung von Windturbinen und Rotorblättern gesichert, den wichtigsten Komponenten von Windenergieanlagen. Nach Berechnungen der Marktforschungsfirma FTI Intelligence brachte es XEMC 2016 auf einem Marktanteil von 2,2 Prozent.

Marktanteil 2,2 Prozent.  

Platz 13: Dongfang (China)
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Der chinesische Staatskonzern Dongfang stellt Schiffe, Lokomotiven und Gasturbinen her. Zu einem immer einträglicheren Geschäft werden aber auch die Windräder, die das Unternehmen aus der Provinz Sichuan fertigt.

Marktanteil: 2,2 Prozent.

Platz 12: Senvion (Deutschland)
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Deutschlands viertgrößter Windkraftkonzern Senvion rangiert global gesehen nur noch auf Platz 12. Die Hamburger kämpfen derzeit mit schwindenden Aufträgen, bröckelnden Marktanteilen und sinkenden Umsätzen. Nach einer Konsolidierungsphase soll der Erlös bis 2019 aber auf 2,6 Milliarden Euro in die Höhe schnellen. Damit die Konkurrenz Senvion in der Zwischenzeit nicht völlig enteilt, streicht der Konzern Hunderte Stellen und investiert in neue Produkte.

Marktanteil: 2,5 Prozent.

Platz 12: Sewind (China)
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Die Windkraftsparte des chinesischen Staatskonzerns Shanghai Electric produziert in zwei Fabriken jährlich mehr als 3.000 Windräder. Besonders erfolgreich ist das Unternehmen mit seinen Anlagen auf hoher See. Im Segment Offshore-Wind zählt Sewind zu den drei größten Herstellern weltweit. In Deutschland sind die Chinesen zudem am Maschinenbauer Manz AG beteiligt.

Marktanteil: 3,0 Prozent.  

Platz 10: CSIC Haizhuang (China)
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Unter den 14 führenden Windkraftkonzern der Welt befinden sich gleich acht Unternehmen aus China. Der Grund ist simpel: Im Reich der Mitte wurden alleine 2016 mehr als 40 Prozent der weltweit neu installierten Windräder ans Stromnetz angeschlossen. Ausländische Firmen kommen in China kaum zum Zug, der Markt ist weitgehend abgeschottet. Dieser Heimatbonus beflügelt Konzerne wie CSIC Haizhuang – sie prägen verstärkt den Weltmarkt.

Marktanteil: 3,2 Prozent.

Platz 9: Mingyang (China)
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Chinas viertgrößter Windkraftkonzern will sich vom Maschinenbauer zum Service-Unternehmen wandeln. Zwar soll die Produktion von Turbinen, Gondeln und Rotorblättern weiterhin eine wesentliche Säule des Geschäfts bleiben, aber die Wartung und Instandhaltung von Windrädern verspricht höhere Renditen.

Marktanteil: 3,5 Prozent.

Platz 8: Envision (China)
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Lei Zhang ist das Enfant terrible der Windenergieindustrie. Der Chef von Envision bezeichnet sein Unternehmen gerne als das „Apple der Energiewelt“. Statt wie die Konkurrenz lediglich „dumme“ Windräder herzustellen, will Zhang künftig mit einer offenen Plattform Geld verdienen, die Angebot und Nachfrage im Energiemarkt synchronisiert. Schwankende Solar- und Windenergie will er im großen Stil mit Stromspeichern, Elektroautos oder Industrieanlagen koppeln und auf lange Sicht mit dem smarten Steuern von Energieflüssen Milliarden verdienen. Zumindest ein paar Jahre lang dürfte der Verkauf von Windmühlen aber noch das Kerngeschäft von Envision bleiben. Anders als die Wettbewerber lässt Envision aber die Anlagen von Subunternehmen fertigen. Damit braucht der Konzern fast zwanzig Mal weniger Fixangestellte als die Branchenführer. Nur das Design und die Patente gehören Envision. „Wie bei Apple“, meint Unternehmenschef Zhang.

Marktanteil: 3,5 Prozent.

Verschlechtert habe sich auch das Windgeschäft mit den bestehenden Anlagen in Polen. Für diese verdreifache sich das Steueraufkommen auf die Parks, so von Stechow. Die Windanlagen in Polen steuerten 2015 zehn Prozent zu den rund 100 Millionen Euro Konzernumsatz bei. Auswirkungen auf Anleger, die dem Unternehmen Mitte 2016 über eine Anleihe 500 Millionen Euro für den Neustart zur Verfügung stellten, hat das offenbar zunächst nicht.

Prokon muss an sie im Oktober rund 17 Millionen Euro an Zinsen zahlen. Die Ausschüttung sei nicht in Gefahr, sagte von Stechow. „Wir sind in einer komfortablen Liquiditätslage.“

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