Prokon: Windenergiefirma macht Millionenverlust

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Windenergiefirma macht Millionenverlust

Prokon hat 2016 einem Bericht zufolge Verluste im zweistelligen Millionenbereich geschrieben – und nun alle Windprojekte in Polen gestoppt. Dabei wurde das Unternehmen erst im Sommer 2015 aus der Pleite gerettet.
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DüsseldorfDas im Sommer 2015 vor der Pleite gerettete Unternehmen Prokon aus Itzehoe schreibt schon wieder Verluste, wie die WirtschaftsWoche berichtet. Im vergangenen Jahr habe die Energiegenossenschaft einen Verlust in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe gemacht. Das bestätigte Prokon-Vorstand Henning von Stechow dem Magazin.

Grund für die Verluste seien restriktivere Vorgaben für Windparks in Polen. Profitabel könnten neue Windparks dort nicht mehr betrieben werden. „Wir haben deshalb alle unseren geplanten neuen Windprojekte in Polen gestoppt“, sagte von Stechow.

Verschlechtert habe sich auch das Windgeschäft mit den bestehenden Anlagen in Polen. Für diese verdreifache sich das Steueraufkommen auf die Parks, so von Stechow. Die Windanlagen in Polen steuerten 2015 zehn Prozent zu den rund 100 Millionen Euro Konzernumsatz bei. Auswirkungen auf Anleger, die dem Unternehmen Mitte 2016 über eine Anleihe 500 Millionen Euro für den Neustart zur Verfügung stellten, hat das offenbar zunächst nicht.

Prokon muss an sie im Oktober rund 17 Millionen Euro an Zinsen zahlen. Die Ausschüttung sei nicht in Gefahr, sagte von Stechow. „Wir sind in einer komfortablen Liquiditätslage.“

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