Energie

Rettungspläne
Solarworld muss Anleihegläubiger überzeugen

Im Ringen um den Bonner Konzern wird es in dieser Woche ernst. Solarworld-Chef Asbeck muss die Anleihegläubiger davon überzeugen, auf einen guten Teil ihre Ansprüche zu verzichten. Aber wie wahrscheinlich ist das?
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DüsseldorfFür Frank Asbeck und seine hochverschuldete Solarworld beginnt in dieser Woche ein Versammlungsmarathon. Ob an dessen Ende die Rettung des Bonner Solarkonzerns steht, ist dabei noch völlig offen. Nach der Einigung mit den meisten Schuldschein-Gläubigern muss Konzernchef und Großaktionär Asbeck nun die Gläubiger der beiden Anleihen über insgesamt 550 Millionen Euro ins Boot holen.

Der Firmengründer muss sie davon überzeugen, dass ihr Verzicht auf 60 Prozent ihrer Ansprüche der einzig gangbare Weg zur Sanierung des einstigen Börsenstars ist. Es gilt allerdings als unwahrscheinlich, dass auf den ersten hierzu stattfindenden Versammlungen am Mittwoch und Donnerstag die nötige Präsenz von 50 Prozent erreicht wird.

Dann müsste Asbeck je Anleihe zu einer zweiten Versammlung einladen, auf der für die vorgesehene Wahl eines gemeinsamen Vertreters keine Mindestpräsenz mehr nötig ist. Erst danach wird auf einem weiteren Treffen über das Sanierungskonzept abgestimmt.

Nach dem Schuldverschreibungsgesetz müssen 75 Prozent der Anleihezeichner den Plänen zustimmen. Zudem müssen auch die Aktionäre das Sanierungskonzept abnicken. Allerdings werden sie zunächst auf einem außerordentlichen Aktionärstreffen über den Verlust des Grundkapitals informiert. Das soll nach Angaben eines Konzernsprechers am 11. Juli stattfinden.

Rechtsanwalt Ingo Scholz, der von Anleihegläubigern als ihr Interessenvertreter vorgeschlagen wurde, rechnet mit Verzögerungen. "Es wäre überraschend, wenn das 50-Prozent-Quorum erreicht würde, da die Anleihen breit gestreut sind", ließ Scholz über einen Sprecher erklären. Diese Erkenntnis habe er nach dem Kontakt mit wesentlichen institutionellen Anlegern gewonnen.

Auch Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), die nach eigenen Angaben fünf Prozent der Anleger vertritt, rechnet mit einer zweiten Versammlung und stellte sich erneut hinter die Sanierungspläne. Eine Zerschlagung oder Insolvenz seien die schlechtere Alternative, erklärte er. Solarworld hatte auf Anregung der SdK Rechtsanwalt Alexander Elsmann als Interessenvertreter der Gläubiger vorgeschlagen.

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Ansprüche gegen Aktien

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  • @ALFRED
    Schutzzölle und Subventionen sind eine Bankrotterklärung einer Politik, die die Freiheit und den Wettbewerb einer auf Handel und Industrie basierende Wohlstandsgesellschaft nicht mehr im Blick hat. Statt dessen wir IMMER mehr durch Gesetze und Verordnungen das Leben der Bürger geregelt und zum Schluss diktiert. Die Energiewende ala EEG, mit seinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen negativen Auswirkungen, ist das beste Beispiel dafür!

  • HoffmannM,

    ja, neben der ersten, etablierten grünen Mafia, nämlich
    der Landwirtschaft sollte und wollte sich die zweite grüne Mafia, nämlich der erneuerbare Energiesektor etablieren.

    Grün-Rot gefärbte Polit-Sandkastenspieler lieferten die
    Gesetzeswerke auf Bürgerkosten dazu!

    Teilweise ist die "erste" und die "zweite" grüne Mafia
    schon sehr eng verbunden. Scheunendächer wurden mit PV-Modulen vollgegelegt, Bio-Gasanlagen sprießen aus dem
    Boden mit einer verheerenden Monokultur mit Rapsfeldern
    im Schlepptau, Felder und Wiesen werden mit horrenden Pachtpreisen zum Aufstellen der gigantischen Windräder
    vergeben, alles auf Kosten eines dumm glotzenden Zahl-
    bürgers, dem aber langsam dämmert, daß er mit einer gigan-
    tischen Ideologie-Blase vorgeführt wird.

    In Sachsen-Anhalt wurde mit Steuergeldern und Zwangs-EEG
    wie im realexistierenden Sozialismus eine PV-Branche hoch-
    gezogen, die beim geringsten Wettbewerbswind kläglich ver-
    sagt.

    Asbeck, der "Sonnenkönig" von Bonn ließ sich und die grü-
    nen Ideologie-Freunde als die großen Visionisten feiern,
    heute ist auch Asbeck pleite und von der "Energiewende"
    der Lack ab! Asbeck könnte doch seine mit Steuergeld-Sub-
    ventionen gekauften Schlösser verkaufen, das letzte ge-
    kaufte stammte von Gottschalk!
    Statt zu kämpfen wird gejammert und nach Schutzzöllen ge-
    schrieen, leider mit Erfolg.

    Liberale Marktwirtschaft bedeutet Eigenverantwortung und
    Wettbewerb. Subventionen auf der einen und Schutzzölle
    auf der anderen Seite sind Bankrotterklärungen für eine
    "Marktwirtschaft"!

  • Und die Insolvenzverschleppung geht bei Solarworld weiter. Solarworld war nie wirtschaftlich am Markt aktiv. Nur das EEG hat diese Wirtschaftlichkeit am Anfang der Firmengründung mitgetragen. Danach konnte auch das staatliche Subventions- und bürgerliche Wohlstandsvernichtungsgesetz an der Gesetzmäßigkeit des Marktwettbewerbs nichts mehr drehen. Somit ist Solarworld schon seit Monaten wirtschaftlich und damit finanzell eine hoffnungloser Insolvenzfall. Eine Zwangs-EEG kann auf dauer die Wirtschaftlichkeit nicht ersetzen. Und auch keine Strafzölle auf chinesische Solarmodulle werden da helfen. Im Gegenteil!!!
    Diese Strafzölle schaden den restlichen soliden deutschen Wirtschaftsbranchen.(Maschinenbau,IT-Branche,Chemie usw.)
    Die Erneuerbare Energiebranche war NIE eine wirtschaftsbasierende, sich selbsttragende, Branche. Es war IMMER das Zwangs-EEG nötig, um eine Scheinwirtschaft/Abzockerwirtschaft auf Kosten des deutschen Bürgers zu generieren!

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