Energie

Riesiger Verlust
Solarworld hat ein Horrorjahr hinter sich

Die Kasse des Solarkonzerns Solarworld leert sich. Der Preisrückgang auf dem internationalen Markt hat das Unternehmen über die Hälfte seines Umsatzes gekostet. Solarworld und Gläubiger suchen weiter nach einer Lösung.
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BonnDer Bonner Solarkonzern Solarworld ist im vergangenen Jahr noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich habe ein Verlust von 476,9 Millionen Euro im Konzern nach 307,1 Millionen Euro 2011 gestanden, teilte das Unternehmen am Montagabend in einer Pflichtveröffentlichung auf Basis eines noch ungeprüften Abschlusses mit. Der Konzernumsatz brach wegen eines massiven Preisrückgangs um 42 Prozent auf 606 Millionen Euro ein. Die Zahlen seien vorläufig und könnten sich noch ändern.

Vor knapp zwei Wochen hatte Solarworld mitgeteilt, 2012 habe dem Unternehmen wohl einen nicht konsolidierten Verlust zwischen 520 und 550 Millionen Euro eingebracht. Solarworld berät derzeit mit Banken und Gläubigern über einen Weg aus der Krise. Das Unternehmen hatte Mitte April erklärt, das Kapital seiner Aktionäre komplett verloren zu haben. Solarworld ächzt unter einer Schuldenlast von über einer Milliarde Euro.

Die mit Milliarden geförderte deutsche Solarbranche hatte im vergangenen Jahr infolge des erbitterten Preiskampfes mit asiatischen Wettbewerbern einen beispiellosen Niedergang erlebt. Zahlreiche Unternehmen gingen Pleite, darunter auch der einstige Branchenführer Q-Cells.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Riesiger Verlust: Solarworld hat ein Horrorjahr hinter sich"

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  • @Zocki
    Die Solarworld Wirtschaftsprüfer hätten schon längst eine Insolvenz aussprechen müssen! Die Erneuerbaren Energien war von Anfang an NIE auf einer wirtschaftlichen Basis gestanden! Die Solar-Windmühlen-Biogas Anlagenbauer haben nur deswegen am Anfang am Markt Fuss fassen können, weil diese EE-Branche massiv in der Vergangenheit und weiterhin bis zu 20 Jahre in die Zukunft vom uns Steuer-und Abgabenzahlern per EEG zwangssubventioniert werden! Mit einer faiern Wettbewerbswirtschafltichkeit hat das Zwangs-EEG nichts mehr zu tun. Die Erneuerbare Energiebranch war von vornherein ein großes Abzockergeschäft. Eine Blase, die kurz vor dem Platzen steht. Die Folgen werden sein, dass Kapital vernchtet wird und die hochsubventionierten Arbeitsplätze in der grünen Erneuerbaren Energiewelt massiv wegbrechen!
    Solarworld hat bei diesem Zwangs-Abzocker-Maffia-Schneeballsystem seine Finger gaaaannnnnzzz tief drin!!!

  • Die lange insolvente Solar Millenium hat scheinbar mehr Geld als Solarworld, lol :-)

  • Zugegeben, ein paar Salonkommunisten sind auch dabei aber dem Rest ist selbst die Bild Zeitung zu schwere Kost.

    Wie sonst wäre folgendes zu erklären:

    "Schwarz-Gelb kann es nicht, nicht mal Wirtschaft - mit dieser Botschaft begeisterte Parteichefin Roth den Grünen-Parteitag."

    Keine weiteren Fragen, wie man so schön sagt.

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