Energie

Rohstoff-Zulieferer
SGL entlässt Manager

Um den selbst verschriebenen Sparplan einzuhalten, will SGL in den kommenden Jahren bis zu 300 Stellen im Führungsbereich streichen. Die Kohlenstoff-Firma hat an allen Fronten des Geschäfts zu kämpfen.
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WiesbadenDer Wiesbadener Kohlenstoffspezialist SGL Group will bis zu 300 Stellen in Management und Verwaltung streichen. Die Hälfte davon werde in Deutschland wegfallen, teilte der künftige Vorstandschef Jürgen Köhler am Dienstag mit. Betroffen sein werden demnach drei Standorte – neben der Zentrale in Wiesbaden die Produktionsstandorte in Bonn und Meitingen bei Augsburg. Im übrigen Europa sollen 90 Stellen wegfallen, in Nordamerika und Asien insgesamt rund 50.

SGL hatte im Sommer ein Sparprogramm eingeleitet. Bis 2015 will der Konzern 150 Millionen Euro sparen, davon ein Drittel 2013. Dabei liege man im Plan, sagte Köhler. Er übernimmt am 1. Januar die Führung von Robert Koehler, der mit 64 Jahren altersbedingt ausscheidet. Der Vorstand wird von fünf auf drei Personen verkleinert, die Ebene darunter soll auf die Hälfte der Mitarbeiter reduziert werden.

SGL hat im laufenden Jahr hohe Verluste erwirtschaftet. Gegenwind gibt es für den Konzern in allen Geschäftsfeldern: Preisdruck bei Graphitelektroden, flaue Nachfrage aus der Solar- und Halbleiterindustrie, und anhaltende Überkapazitäten bei Carbonfasern ließen die Wiesbadener zuletzt in die roten Zahlen stürzen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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