Energie

Rohstoffgiganten
Glencore verschiebt erneut Fusion mit Xstrata

Die Untersuchungen der chinesischen Behörden dauern länger an als gedacht. Glencore hat deshalb die Hochzeit mit Xstrata wieder verschoben. China ist der wichtigste Absatzmarkt für den Rohstoffgiganten Glencore.
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LondonDer Rohstoffgigant Glencore verschiebt wegen andauernder Untersuchungen in China die Hochzeit mit Xstrata erneut. Der Zusammenschluss soll nun bis zum 2. Mai erfolgen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Grund sei die immer noch fehlende Zustimmung der chinesischen Behörden. Es seien zwar konstruktive Gespräche mit dem Handelsministerium geführt worden. Dennoch sei nicht damit zu rechnen, dass es rechtzeitig grünes Licht gebe, um den ursprünglich angesetzten Termin Mitte April einhalten zu können.

China ist der wichtigste Absatzmarkt für die Rohstoffe, die Glencore im Angebot hat. Das Unternehmen wartet seit mehreren Monaten auf die Zustimmung der chinesischen Behörden zu der Fusion mit Xstrata. Der Rohstoffhändler Glencore will den Bergbaukonzern Xstrata für 35 Milliarden Dollar kaufen - das wäre der bislang größte Zukauf in der Branche.

Der Termin für den Zusammenschluss wurde bereits mehrfach verschoben, weil die Genehmigung aus China fehlt. Das chinesische Handelsministerium ist allerdings nicht die einzige Aufsichtsbehörde weltweit, die das Vorhaben genehmigen muss. Zuletzt hatten milliardenschwere Abschreibungen die Gewinne der vor der Fusion stehenden Rohstoffgiganten Glencore und Xstrata größtenteils aufgefressen. Gesunkene Rohstoffpreise nagen in der gesamten Branche an den Ergebnissen. Der Bergbaukonzern Rio Tinto rutschte gar erstmals in der Unternehmensgeschichte in die Verlustzone. Sowohl Rio Tinto als auch Branchenprimus BHP Billiton zogen die Reißleine und kündigten in den vergangenen Monaten Chefwechsel an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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