Energie

Rohstoffkonzerne
US-Ölmultis scheffeln wieder Milliarden

Die großen amerikanischen Ölkonzerne verdienen sich weiterhin eine goldene Nase. ExxonMobil hatte zuletzt noch etwas mehr Glück als der kleinere Rivale ConocoPhillips.
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Irving/HoustonDas Geschäft mit Öl und Gas ist weiterhin eine Goldgrube. Der weltgrößte Ölkonzern ExxonMobil machte im ersten Quartal einen Gewinn von unterm Strich 9,5 Milliarden Dollar (7,3 Milliarden Euro). Das war 1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Betreiber der Esso-Tankstellen am Donnerstag am Firmensitz im texanischen Irving mitteilte.

Die reine Förderung von Öl und Gas warf dabei weniger Geld ab. Die Erschließung neuer Felder ist teuer und die zu Tage geförderte Menge sank. Dies wurde jedoch durch höhere Einnahmen bei der Verarbeitung in den Raffinerien und beim Verkauf an den Tankstellen mehr als ausgeglichen. Zudem lief es in der Chemiesparte wie geschmiert.

Zu ExxonMobil gehören auch die 1100 deutschen Esso-Tankstellen. Damit ist der Konzern eines der umsatzstärksten US-Unternehmen in Deutschland. Exxon liefert sich seit einiger Zeit mit Apple ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Welt.

Etwas kleiner ist der Rivale ConocoPhillips. Dessen Gewinn schrumpfte im ersten Quartal um mehr als ein Viertel auf 2,1 Milliarden Dollar. Das lag allerdings auch daran, dass im Vorjahreszeitraum noch die Raffinerie-Tochter Phillips 66 zum Konzern gehörte, die auch die Jet-Tankstellen betreibt. Die Sparte ist inzwischen eigenständig. Ohne Sondereffekte sei der Gewinn stabil geblieben, erklärte ConocoPhillips am Donnerstag am Sitz in Houston.

Während die Aktie von ConocoPhillips leicht stieg, sank das Papier von ExxonMobil. Die Erwartungen an die Ölriesen sind hoch. Nach einer Aufstellung des US-Magazins Forbes war ExxonMobil im vergangenen Jahr das bestverdienende Unternehmen der Welt vor Apple und dem russischen Rivalen Gazprom.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Well done, Exxon! Jetzt muss nur noch der deutsche Staat die Steuern auf Benzin von 80% auf den internationalen Standard von 20% reduzieren, und dann haette auch der Verbraucher etwas davon - der Liter Benzin wuerde dann 80 Cent kosten.

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