Energie

Rosneft
Glencore und Katar kaufen russisches Öl

Moskau versilbert seine Staatsfirmen: Für knapp 20 Prozent der Anteile am Ölkonzern Rosneft zahlen Glencore und Katar 10,5 Milliarden Euro. Der russische Präsident Wladimir Putin feiert den Deal als großen Erfolg.
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MoskauEin Konsortium des internationalen Rohstoff-Konzerns Glencore und des katarischen Vermögensfonds hat einen Anteil von 19,5 Prozent am staatlichen russischen Ölkonzern Rosneft erworben. Der Kreml gab das Geschäft im Wert von 10,5 Milliarden Euro am Mittwoch bekannt. Präsident Wladimir Putin beschrieb den Deal als den größten im globalen Energiemarkt in diesem Jahr.

Bei einem vom Fernsehen übertragenen Treffen mit Rosneft-Chef Igor Setschin sagte Putin, der Deal erfolge nach einer Erholung der Ölpreise angesichts der jüngsten Entscheidung der Opec, die Fördermenge zu kürzen. „Das ist ein sehr guter Erfolg“, erklärte Putin. Russland hat sich dem Schritt der Organisation Erdöl produzierender Länder angeschlossen.

Der Verkauf ist Teil des Bestrebens der russischen Regierung, angesichts einer seit zwei Jahren andauernden Rezession einige staatliche Vermögenswerte zu privatisieren, um den Haushalt zu entlasten. Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte, Putin habe angeordnet, dass das Unternehmen mit dem Finanzministerium und der Zentralbank zusammenarbeite, um zu verhindern, dass der Deal die russischen Währungsmärkte destabilisiere.

Der russische Staat behält weiterhin die Mehrheit an Rosneft. 49 Prozent an dem Unternehmen halten nun private Investoren, darunter BP 19,75 Prozent. Im Oktober hatte Rosneft die russische Ölfirma Baschneft übernommen. Der Deal festigte Rosnefts Rolle als größter Ölproduzent des Landes.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Rosneft: Glencore und Katar kaufen russisches Öl"

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  • 20% sind kein Verkauf sondern eine Beteiligung. Diesen Unterschied sollte man als Wirtschaftszeitung schon machen bzw. kennen.
    Und diese 20% teilen sich auch noch zwei Geldgeber.

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