Energie

Rüstungskonzern
Rheinmetall verbucht hohen Verlust

Rheinmetall enttäuscht die Erwartungen: Umsatz und Gewinn sind deutlich zurückgegangen. Grund dafür sind unter anderem Kosten für Restrukturierungen. Der Ausblick des Rüstungskonzerns bleibt mau.
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DüsseldorfMaue Geschäfte und Restrukturierungskosten haben dem Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall zum Jahresauftakt einen Verlust eingebrockt. Da kommt die Genehmigung des geplanten Panzerdeals mit Indonesien dem Unternehmen zupass. Wie aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Politikerin Katja Keul hervorgeht, nickte die Bundesregierung den Exportantrag von 104 gebrauchten Kampfpanzern des Typs Leopard-2 und 50 Schützenpanzern des Typs Marder ab. Die Lieferung umfasst zudem vier Bergepanzer und je drei Brückenlege- und Pionierpanzer sowie Munition. Früheren Medienberichten zufolge hat der Auftrag ein Volumen von 217 Millionen Euro.

Bei Rheinmetall war am Mittwoch zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Asien sowie der Nahe und Mittlere Osten sind Wachstumsmärkte für Rüstungsgüter, während die Wehretats in Europa wegen der Finanzkrise weiter schrumpfen. Das bekam Rheinmetall im ersten Quartal zu spüren. Restrukturierungskosten und schrumpfende Erlöse im Rüstungs- und Automobilgeschäft drückten den Konzern in die roten Zahlen.

Im operativen Geschäft fiel in den ersten drei Monaten ein Verlust von 19 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 43 Millionen Euro vor Jahresfrist. Netto lag das Minus sogar bei knapp 30 (Vorjahr: plus 20) Millionen Euro, wie Rheinmetall mitteilte. Der Umsatz schrumpfte um 13 Prozent auf 962 Millionen Euro. Damit schloss Rheinmetall schwächer ab als von Analysten erwartet.

Konzernchef Armin Papperger setzt allerdings darauf, durch die geplanten Restrukturierungen ab 2015 wieder zur früheren Ertragsstärke zurückzukehren. Er bekräftigte seine Ziele für das laufende Jahr, die einen Rückgang des Ebit auf 240 bis 260 (301) Millionen Euro vorsehen an. Der Umsatz soll in einer Spanne zwischen 4,8 und 4,9 (4,7) Milliarden Euro liegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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