Energie

Russische Pipeline

Gazprom liefert auch Österreich weniger Gas

Die Gasfluss aus Russland ist ins Stocken geraten. Nach Polen und der Slowakei meldet nun auch Österreich einen Liefereinbruch. Das kann neben technischen auch mehrere politische Ursachen haben.
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Mehrere EU-Länder bemerken einen Rückgang der Gasmenge, die Gazprom liefert. Die Gründe liegen im Dunkeln. Quelle: dpa

Mehrere EU-Länder bemerken einen Rückgang der Gasmenge, die Gazprom liefert. Die Gründe liegen im Dunkeln.

(Foto: dpa)

Warschau/WienNach Polen und der Slowakei hat auch Österreich am Donnerstag einen deutlichen Einbruch bei den Gaslieferungen aus Russland verzeichnet.

15 Prozent weniger Gas als vereinbart seien angekommen, teilte die Energieregulierungsbehörde E-Control mit. Ein möglicher Grund sei, dass Russland seine Speicher auffülle und deswegen weniger Gas für den Export verfügbar sei, sagte E-Control-Abteilungsleiter Bernhard Painz.

Zuvor am Tag hatte Polen gemeldet, der russische Versorger Gazprom habe seine Gaslieferungen an das Land inzwischen um fast die Hälfte gekürzt. Wie der polnische Versorger PGNiG am Donnerstag mitteilte, wurden am Vortag um 45 Prozent reduzierte Lieferungen im Vergleich zur bestellten Menge aus Russland registriert.

Bereits am Mittwoch hatte PGNiG mitgeteilt, die Lieferung sei am Dienstag um 24 Prozent zu niedrig ausgefallen, was Gazprom allerdings als "falsch" zurückwies. Die Slowakei meldete einen Rückgang um zehn Prozent.

Das Gas erreicht die EU-Staaten über die Transitländer Ukraine und Weißrussland. Ob die Kürzungen technische oder politische Ursachen haben, ist weiterhin unklar. Polen gehört zu den schärfsten Kritikern Russlands im Ukraine-Konflikt.

Hinter der Drosselung des russischen Gases könnte aber auch der Versuch Moskaus stecken, die Versorgung der Ukraine durch rückfließendes Gas aus den EU-Staaten zu verhindern. Die Ukraine erhält wegen ausstehender Rechnungen seit Juni kein Gas mehr von Russland.

  • afp
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34 Kommentare zu "Russische Pipeline: Gazprom liefert auch Österreich weniger Gas"

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  • Vielleicht sollte man einfach mal lesen, was die Russen sagen:

    Der russische Energiekonzern Gazprom hat erneut erklärt, die Gaslieferungen nach Polen nicht gedrosselt zu haben.

    „Der Export nach Polen läuft ohne irgendwelche Änderungen – in den gleichen Mengen wie auch an den vorangegangenen Tagen – 23 Millionen Kubikmeter pro Tag“, sagte der offizielle Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow am Donnerstag Journalisten.

    Donnerstagvormittag hatte Warschau die EU-Kommission benachrichtigt, am Mittwoch um 45 Prozent weniger Gas aus Russland bekommen haben. Am Mittwoch hatte der polnische Konzern PGNiG mitgeteilt, dass sich die Liefermengen aus Russland um etwa 20 bis 25 Prozent verringerten. Davon betroffen seien die Gasleitungen, die Polen sowohl über die Ukraine als auch über Weißrussland mit Erdgas versorgen, hieß es.

    Etwas später milderte der polnische Konzern PGNiG seine Formulierung ab: Nicht die Vertragsmenge, sondern die angefragte Liefermenge sei unterschritten worden. Das ist wichtig, weil Gazprom laut Vertrag nicht verpflichtet ist, Lieferanfragen, die über den vertraglich festgelegten Lieferumfang hinausgehen, zu erfüllen.

    Der Antrag auf die gewünschte Gasmenge für Montag wurde zu 20 Prozent nicht erfüllt und für Dienstag zu 24 Prozent.

  • Bevor man hier lostrollt sollte man sich informieren.

    Wo steht das ? Dort wo es soll.

  • Sie sind mir ja eine Granate.
    Wie gesagt, das Reimport Autohaus die Strasse runter hält sich seit Jahren und hat immer super Preise. Und genügen LEute kenne ich auch, die Auto in den Niederlanden gekauft haben. Die Händler verzichten ja gerne auf Umsatz.

  • Ach, dass die Gasverstormung seit Jahren fällt ist Populismus?
    Auch heizen nicht alle mit Gas. Ich z.B. hab ne Wärmepumpe udn wenn es wirklich dazu kommt, dass die Russen das Gas abdreken gibts immernoch genügend Stromkapazität.
    Auch stehen andere lieferländer schon bereit. Die LnG Teminals in Frankreich sind z.B. nur zu 50% ausgelastet. Selbst wenn die Russen ernst mach, geht denen schneller das Geld aus als uns das Gas.

  • Und wo haben Sie das herausgelesen?

  • KAnn Sein, oder auch nicht.
    Wir werden sehen , ob die Menge wieder steigt.

  • "...dann erstatten Sie einfach Anzeige..."
    Meinen sie das im Ernst?
    Der Hersteller sind nicht blöde.
    Das bekomen sie nie gerichtsverwertbar schwarz auf weiß. Und der Händler wird sich hüten als Zeuge aufzutreten, der wird dann nur noch ganz schlecht beliefert. Denken sie die ganzen Zeitungsartikel von Preisabsprachen der Autohersteller sind gelogen? Nicht im ernst...

  • Sie glauben aber noch an die Massenvernichtungswaffen im Irak?
    Dann ist es ja alles klar ... ;-)

  • Das ist unbegründetet Panikmache was sie veranstalten Herr Maiser. Aber ich denke das wissen Sie:

    "Insidern zufolge soll der Einbruch bei E.on zudem nur im geringen einstelligen Prozentbereich liegen - Rückgänge in dieser Größenordnung kämen immer wieder mal vor, erfuhr SPIEGEL ONLINE aus Branchenkreisen."
    quelle=spon

  • Das ist Quatsch!
    Wenn Sie behinder werden, dann erstatten Sie einfach Anzeige.
    Das ist schon Jahre her, dass das ein Thema war.
    Was glauben Sie denn wie die ganzen Reimport Autohäuser sich halten?

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