Energie

RWE

Aufsichtsrat billigt einstimmig die Aufspaltung

Der RWE-Aufsichtsrat hat einstimmig die Aufspaltung des Konzerns gebilligt. Der Mutterkonzern konzentriert sich künftig auf Gas, Kohle und Atomkraft, die neue Ökostrom-Tochter soll knapp 40.000 Beschäftigte aufnehmen.
Update: 11.12.2015 - 14:08 Uhr
Der RWE-Aufsichtsrat hat am Freitag die Aufspaltung des Energiekonzerns einstimmig gebilligt. Quelle: dpa
RWE-Tower

Der RWE-Aufsichtsrat hat am Freitag die Aufspaltung des Energiekonzerns einstimmig gebilligt.

(Foto: dpa)

Essen/DüsseldorfRWE -Chef Peter Terium kann mit Rückendeckung des Aufsichtsrats seine Pläne zur Aufspaltung des Energieriesen in Angriff nehmen. Das Kontrollgremium billigte am Freitag einstimmig Teriums Vorschläge zur Abspaltung des Geschäfts mit Ökostrom, Netzen und Vertrieb, wie RWE mitteilte. Der Mutterkonzern soll sich auf die Stromerzeugung aus Gas und Kohle und den Energiehandel konzentrieren. Auch die Atomkraftwerke bleiben bei RWE. Die neue Ökostrom-Tochter soll knapp 40.000 der 60.000 Beschäftigten aufnehmen. Ende kommenden Jahres sollen zehn Prozent der neuen Gesellschaft im Zuge einer Kapitalerhöhung an die Börse gebracht werden.

„Wir haben heute eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft des gesamten RWE-Konzern getroffen“, erklärte Aufsichtsratschef Manfred Schneider. Mit dem Umbau werde die Investitionskraft für die Energiewelt von morgen gestärkt und damit auch die Zukunftsfähigkeit der gesamten RWE.

Verdi-Chef Frank Bsirske, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, nannte die Aufspaltung einen „notwendigen und richtigen Schritt“. Damit gebe das Unternehmen den Mitarbeitern wieder eine langfristige Perspektive.

RWE zieht mit der Aufspaltung die Konsequenz aus wegbrechenden Gewinnen. Die Strom-Großhandelspreise sind wegen des Ausbaus des Ökostroms und der Überkapazitäten auf den tiefsten Stand seit Jahren gefallen. RWE steht mit dem Schritt in der Branche nicht allein: Auch Konkurrent E.ON spaltet sich auf.

„Blutspuren in unserer Bilanz“
Peter Terium
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„Das Unternehmen geht durch ein Tal der Tränen.“
(RWE-Chef Peter Terium bei der Quartalsbilanz im November 2013)

Bernhard Günther
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„Die niedrigen Strompreise hinterlassen ihre Blutspuren in unserer Bilanz.“
(RWE-Finanzvorstand Bernhard Günther, Mitte, im Mai 2014)

Peter Terium
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„Das Tal der Tränen ist also noch nicht durchschritten.“
(RWE-Chef Peter Terium bei der Jahresbilanz im März 2015)

Ingo Speich
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„RWE muss sich gesundschrumpfen und braucht an der Spitze keinen Visionär, sondern einen Sanierer.“
(Fondsmanager Ingo Speich bei der Hauptversammlung im April 2014)

Marc Tüngler
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„Womit verdient RWE in fünf Jahren sein Geld - das ist die Gretchenfrage.“
(Aktionärsvertreter Marc Tüngler bei derselben Hauptversammlung)

Matthias Hartung
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„Unabhängig von Länder- und Spartengrenzen: Es geht ums Überleben.“
(RWE-Kraftwerkschef Matthias Hartung im Juli 2015)

  • rtr
  • afp
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