Energie

RWE-Dea-Verkauf
Gas-Geschäft mit Oligarchen auf dem Prüfstand

Macht Wirtschaftsminister Gabriel dem RWE-Konzern noch einen Strich durch die Rechnung? Der Energieriese will die Öl- und Gastochter Dea nach Russland verkaufen. Das könnte strategische Interessen Deutschlands verletzen.
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Berlin/EssenEin umstrittenes Milliardengeschäft des Energiekonzerns RWE mit russischen Oligarchen wird von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) unter die Lupe genommen. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft den geplanten Verkauf der RWE-Öl- und Gasfördertochter Dea an eine Firmengruppe um den Russen Michail Fridman. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums bestätigte am Sonntag einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Das Ministerium untersuche, ob nach dem Außenwirtschaftsgesetz strategische Interessen Deutschlands verletzt werden. Dazu zählt etwa die Versorgungssicherheit.

Die Untersuchung dauere zwei Monate lang, sagte die Sprecherin. Sie werde ergebnisoffen geführt. Theoretisch ist es möglich, dass das Ministerium das Geschäft unterbindet.

Eine RWE-Sprecherin in Essen sagte am Sonntag: „Wir sind informiert von dieser Prüfung und warten jetzt deren Ergebnisse ab.“ Weitere Angaben machte sie nicht.

RWE hatte Ende März mitgeteilt, die Tochter Dea an die Firmengruppe um Fridman zu verkaufen - inmitten der angespannten Beziehungen zwischen Russland und dem Westen angesichts der Ukraine-Krise. Der Wert des RWE-Ablegers wurde auf rund 5,1 Milliarden Euro taxiert.

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