Energie

RWE-Tochter Innogy schweigt zur Übernahme durch Eon – die Bilanz in der Blitzanalyse

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Treibt der Mega-Deal die Strompreise in die Höhe?

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DüsseldorfInnogy ist seit dem Wochenende mit der geplanten Übernahme durch Eon konfrontiert. Mutterkonzern RWE will seinen 76,8-Prozent-Anteil verkaufen. Am Montagmorgen legte Innogy die Jahresbilanz vor. Die wichtigsten Fakten.

  • Zu den Übernahmeplänen will das Unternehmen zu „gegebener Zeit Stellung nehmen“
  • Die Kosten sollen bis 2020 um brutto 400 Millionen Euro sinken
  • Dividende bleibt mit 1,60 Euro konstant
  • Für 2018 erwartet Innogy ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 2,7 Milliarden Euro nach 2,8 Milliarden Euro 2017.

 

Das fällt auf

Sparmaßnahmen: Das Unternehmen ist aktuell in einer schwierigen Situation. Es steht nicht nur vor der Übernahme durch Konkurrent Eon. Seit Anfang Dezember hat es auch keinen regulären Chef. Damals wurde CEO Peter Terium nach einer Gewinnwarnung gefeuert. Seither wird Innogy von Personalvorstand Uwe Tigges „interimistisch“ geleitet. Der Rest-Vorstand hatte vom Aufsichtsrat „Kostendisziplin“ aufgetragen bekommen – und sollte Sparmaßnahmen erarbeiten.

Die hat das Management am vergangenen Dienstag den Kontrolleuren vorgestellt und heute präsentiert. Bis 2020 sollen die Kosten um brutto 400 Millionen Euro gedrückt werden.

Im vergangenen Jahr stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um drei Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Vor der Gewinnwarnung hatte Innogy ein kräftigeres Plus erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte Nettoergebnis legte um neun Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Die Aktionäre sollen wieder 1,60 Euro als Dividende bekommen. Das kommt gut an: Im vorbörslichen Geschäft schossen die Innogy-Aktien zu Wochenbeginn um 13 Prozent in die Höhe.

 

Das fällt negativ auf

Stagnation: Anlass für die Entlassung von Terium war eine Gewinnwarnung mit einem negativen Ausblick, mit der er den Markt geschockt und die Aktie um 20 Prozent nach unten geschickt hatte. Dabei bleibt es. Innogy bestätigte den Ausblick.

Das bereinigte Ebit wird im laufenden Jahr vermutlich von 2,8 Milliarden Euro auf 2,7 Milliarden Euro sinken und auch das Nettoergebnis wird nach 1,2 Milliarden Euro bei „über 1,1 Milliarden Euro“ verharren. Das neue Unternehmen, das erst 2016 gegründet worden war, wird damit im dritten Jahr seit dem Start stagnieren.

Was jetzt passiert

Stellungnahme bleibt aus: Interims-Vorstandschef Uwe Tigges wird am Vormittag die Bilanz auf einer Pressekonferenz vorstellen. Es ist unwahrscheinlich, dass er sich näher zu den Übernahmeplänen äußern wird. In der Pressemitteilung zum Geschäftsbericht erklärte er nur, Innogy werde sich „zu gegebener Zeit“ dazu Stellung nehmen. Die liegen auch noch gar nicht endgültig auf dem Tisch.

RWE und Eon haben zwar in der Nacht zu Sonntag eine grundlegende Einigung bekannt gegeben. Am Montag soll der Vertrag aber erst von den Aufsichtsräten gebilligt und unterzeichnet werden.

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  • Aber ich schweige nicht, ich finde diesen Deal hervorragend!

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