Sanktionen und Ölpreistief: Gazprom verlagert Handelssparte nach Russland

Energie

Sanktionen und Ölpreistief
Gazprom verlagert Handelssparte nach Russland

Die Energie-Handelstochter von Gazprom zieht von London nach St. Petersburg um. Gründe dafür sind wohl zum einen die wirtschaftliche Krise Russlands durch die Ukraine-Sanktionen und der sinkende Ölpreis.
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MoskauDer russische Gaskonzern Gazprom verlagert einem Medienbericht zufolge seine Energie-Handelstochter nach St. Petersburg von London. Hintergrund seien unter anderem die westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise, berichtet die Agentur Interfax am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Den Mitarbeitern von Gazprom Marketing and Trading sei mitgeteilt worden, dass sich die Strafmaßnahmen auf das Geschäft ausgewirkt hätten. Ein Sprecher der Sparte wollte den Bericht nicht kommentieren.

Die westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und der stark fallende Ölpreise machen dem einst boomenden Russland schwer zu schaffen. Die russische Landeswährung Rubel verlor im vergangenen Jahr rund 40 Prozent an Wert zum Dollar. Viele Geldhäuser und Unternehmen sind zudem de facto von den internationalen Kreditmärkten abgeschnitten. Nach Einschätzung der Weltbank droht dem Land eine schwere Rezession.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sanktionen und Ölpreistief: Gazprom verlagert Handelssparte nach Russland"

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  • Viele Geldhäuser und Unternehmen sind zudem de facto von den internationalen Kreditmärkten abgeschnitten. Nach Einschätzung der Weltbank droht dem Land eine schwere Rezession.

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    Bestimmt hat Russland von der EU...

    und von Luxemburg gelernt wie man steuern spart !!!!!






  • Das macht Sinn, aber ist es wirklich die richtige Strategie den EU-Sanktionen zu begegnen?

    Dazu muss man feststellen, dass Putin sich mit Gerhard Schröder den falschen Berater eingekauft hat. Als "ehemaliger" Geheimdienstler muss er sich diesen Fehler selbst voll anrechnen lassen.

    Bei aller Kritik an Schröder muss man jetzt erkennen, dass sich der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder geradezu zu einer Geheimwaffe der EU entwickeln kann. Wer könnte die Russen schlechter beraten als er?

    Der hat damals schon "alternativlos" gehandelt, lange bevor Frau Merkel diesen Begriff verbal erfasste.

    Kluge Leute entscheiden sich für die beste Lösung. Dumme Leute kennen nur eine Variante, können sich nicht entscheiden. Sie müssen immer alternativlos handeln.

    Damals, als die Entscheidung zum ESM zu treffen war, handelten über 80 % der Bundestagsabgeordneten "alternativlos". Der Bundestag besteht zum wesentlichen Teil aus Lehrern und Juristen.

    Soll ich fortfahren? ... Muss man nicht. Als kritischer Leser wissen Sie auch so was los ist.

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