Energie

Schlechte Stimmung bei EnBW
Stromversorger setzt auf erneuerbare Energien

Deutschlands drittgrößter Energieversorger EnBW steckt weiter in der Krise – erneut sanken die Gewinne des Konzerns. Wasser- und Windkraft sollen das unter den niedrigen Strompreisen leidende Geschäft ankurbeln.
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StuttgartNiedrigere Strompreise haben den operativen Gewinn beim drittgrößten deutschen Energieversorger EnBW im ersten Quartal weiter schrumpfen lassen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank von Januar bis März um 2,3 Prozent auf 728 Millionen Euro.

Der Umsatz sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro gestiegen, teilte Energie Baden-Württemberg am Dienstag mit. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg unterdessen sprunghaft an auf 813 von 293 Millionen Euro, was EnBW mit Gewinnen durch die Veräußerung von Wertpapieren erklärte.

Einen starken Gewinnrückgang verzeichnete EnBW bei erneuerbaren Energien, auf die sich der früher stark von Atomkraft abhängige Versorger seit der Energiewende umstellen will. Das operative Ergebnis des noch kleinen Geschäftsfeldes sank um 17 Prozent auf 35,5 Millionen Euro.

Grund seien niedrigere Strompreise bei Wasserkraft. Im Lauf des Jahres werde der Ausbau der Windkraftanlagen jedoch zu einem Gewinnanstieg in der Sparte um 20 Prozent führen, erklärte das Unternehmen. Den Ausblick für 2015 bestätigte EnBW: Der bereinigte operative Gewinn des Konzerns soll stagnieren oder um maximal fünf Prozent unter den Vorjahreswert von 2,2 Milliarden Euro liegen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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