Schuldenabbau: Eon verkauft Thüringer Regionalversorger

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Schuldenabbau
Eon verkauft Thüringer Regionalversorger

Eon drücken hohe Schulden, deswegen trennt sich der größte deutsche Energiekonzern von diversen Töchtern. Nun ist es ihm gelungen, ein großes Beteiligungspaket an einem Regionalversorger in Thüringen verkaufen.
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Der hoch verschuldete Energiekonzern Eon versilbert einen großen Teil seiner Beteiligung an einem ostdeutschen Regionalversorger. Ein Anteil von 43 Prozent an der Tochter Eon Thüringer Energie gehe an den Kommunalen Energiezweckverband Thüringen (KET), teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Die Transaktion hat nach Angaben des Unternehmens ein Volumen von rund 900 Millionen Euro. Darin enthalten sei die Übernahme von Gesellschafterdarlehen von 400 Millionen Euro. Auch die verbleibende Beteiligung von zehn Prozent wolle der Konzern kurzfristig abstoßen. Eon kämpft mit Einbußen durch den beschleunigten Atomausstieg und Schulden von mehr als 35 Milliarden Euro.

Eon Thüringer Energie mit Sitz in Erfurt beschäftigt über 1300 Mitarbeiter und beliefert Privat-, Geschäfts- und Industriekunden sowie Stadtwerke mit Energie. Viele Kommunen und Stadtwerke sehen in der Strom- und Gasversorgung ein attraktives Geschäft, das ihnen zudem ein Mitwirkungsrecht in der kommunalen Energiepolitik sichert. Mehrere von ihnen haben etwa die Eon-Stadtwerke-Tochter Thüga erworben, andere den Versorger Steag. Eon Thüringer Energie erzielte 2011 bei einem Umsatz von 1,35 Milliarden Euro einen Überschuss von 100 Millionen Euro.

Der größte deutsche Energiekonzern hatte im vergangenen Jahr angekündigt, mit den Töchtern in Thüringen, Eon Westfalen-Weser und Eon Mitte drei seiner sieben Regionalversorger zu verkaufen. Insgesamt will Eon-Chef Johannes Teyssen bis Ende dieses Jahres durch Beteiligungsverkäufe bis zu 15 Milliarden Euro einnehmen. Mehr als 14 Milliarden hat er bereits zusammen.

 

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