Energie

Shell, BP & Co.

Energiekonzerne fordern weltweite CO2-Preise

Sechs große Öl- und Gaskonzerne fordern ein globales Preissystem für CO2-Emissionen. Der am Montag veröffentlichte Brief ist unterzeichnet von BP, Total, Shell, Statoil, BG Group und Eni.
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Shell und Co. setzen sich für ein weltweites Preissystem von CO2-Emissionen ein. Quelle: dpa
Kampf gegen den Klimawandel

Shell und Co. setzen sich für ein weltweites Preissystem von CO2-Emissionen ein.

(Foto: dpa)

ParisSechs große Öl- und Gaskonzerne haben mit Blick auf die Verhandlungen über einen neuen Welt-Klimavertrag ein globales Preissystem für CO2-Emissionen gefordert.

Wenn der Ausstoß von CO2 Geld kostet, sei dies ein Anreiz für die Nutzung von Erdgas statt Kohle, mehr Energieeffizienz und Investitionen zur Vermeidung des Treibhausgases, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Brief.

Er ist unterzeichnet von BP, Total, Shell, Statoil, BG Group und Eni. Die Unternehmen versicherten, sie seien bereit, ihren Teil zum Kampf gegen den Klimawandel beizutragen. Dafür sei aber ein klarer und verlässlicher Politik-Rahmen nötig.

Das ist der Konzern, den Shell sich schnappt
Wer ist eigentlich die BG Group?
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64 Milliarden Euro möchte der niederländische Öl- und Gas-Gigant Royal Dutch Shell für den britischen Energiekonzern BG Group hinlegen. Shell will damit sein Gasgeschäft stärken. Denn das ist, womit die BG Group maßgeblich ihr Geld verdient: Flüssiggas, im Englischen „LNG“ abgekürzt. Zu diesem Geschäft gehören so beeindruckende Anlagen wie das Projekt Queensland Curtis LNG in Australien. Dort wird Flüssiggas aus sogenanntem Grubengas gewonnen.

Einmal um die ganze Welt
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BG profitiert von einem Boom bei Flüssigerdgas. Während es in Gasform über Pipelines transportiert wird, gewinnt der flüssige Aggregatzustand an Bedeutung, weil das Gas so ohne gigantische Rohrleitungsprojekte per Schiff und Zug in Behältern transportiert und gelagert werden kann – weltweit. Je länger der Transportweg, desto wirtschaftlicher das LNG. Von Australien aus geht es zum Beispiel mit der „Methane Rita Andrea“ über die Weltmeere.

Die Förderplattform „Poinsettia“
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Hier wird aus Gasfeldern vor Trinidad & Tobago gefördert. Nach eigenen Angaben wird BG bis 2017 26 von 27 Staaten beliefern, die Flüssiggas importieren. Ziel ist es auch, größter Vertragspartner Chinas zu werden, das als am schnellsten wachsender Markt für LNG gilt.

Innensicht
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So sieht es im Inneren der Tanks aus. Die Flüssigkeit ist allerdings kein Gas, das Foto ist während Wartungsarbeiten bei einem Belastungstest entstanden. Flüssigerdgas ist vor allem in Europa als Alternative zur alleinigen Versorgung per Fernpipeline in der Diskussion. Damit soll die Energieversorgung gestreut und unempfindlicher gegenüber Krisen werden. Und gegenüber Preisdiktaten der Förderer.

Bohrinsel im Fördergebiet Bongkot South
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Den Großteil seiner LNG-Produktion fördert BG in Asien, etwa hier in Thailand. Die Bohrinsel steht im Förderfeld Bongkot Süd, an dem der Konzern rund 22 Prozent hält. Die Briten versuchen sich im Markt durch kurzfristige Lieferungen und Flexibilität zu behaupten. Die Regel sind langfristige Lieferverträge.

Erdgas-Raffinerie in Kaschastan
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Erdgas spielt bei BG zwar die wichtigste, aber nicht alleinige Rolle. Auch im Pipeline-Geschäft sind die Briten vertreten. Das Förderfeld Karatschaganak gilt als eines der größten der Welt, betrieben wird es von einem Joint Venture von BG, Eni, Chevron und KazMunaiGas. Seit 20 Jahren ist BG hier vertreten, fördert dort ein Viertel seiner gesamten Produktion.

Brasilien als wichtiger Markt
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Von der Offshore-Förderung vor der brasilianischen Küste verspricht sich die BG Group in Zukunft viel. Acht Milliarden US-Dollar hat das Unternehmen in den brasilianischen Öl- und Gas-Sektor nach eigenen Angaben investiert. Die Förderung übernehmen Partner – mit schwimmenden Bohrinseln.


  • dpa
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