Energie

Social-Media-Barometer
RWE lässt Atomurteil hinter sich

RWE macht Schlagzeilen: Ein Urteil zieht den Aktienkurs herunter, die Anteilseigner fordern eine Dividende und dann gibt es noch Gerüchte zum Konzernumbau. All das schlägt sich auch in den sozialen Medien nieder.
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DüsseldorfAm Anfang stehen die schlechten Nachrichten: Am Dienstag sorgte eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) für Sorgen bei den ohnehin belasteten Energieriesen RWE und Eon. Der Generalanwalt des EuGH hat die deutsche Brennelementesteuer als mit dem EU-Recht vereinbar eingeschätzt – ein herber Dämpfer für die Konzerne, die darauf gehofft hatten, die bereits gezahlten 2,3 Milliarden Euro wiederzusehen.

Nach heftigen Reaktionen der Aktienkurse ist es nicht verwunderlich, dass auch das Social-Media-Barometer des Handelsblatts anschlägt. Die Aktivität für RWE stieg laut Analyse des Marktforschers Sentifi in den vergangenen 24 Stunden um über 600 Prozent. Das ist aber nicht nur in den Nachrichten vom Vortag begründet. Am Mittwoch legten zwei große westdeutsche Nachrichtenportale mit Neuigkeiten zu RWE nach.

Zunächst berichtete die „WAZ“ über Ungemach der kommunalen Aktionäre beim Essener RWE-Konzern. Die klare Ansage: trotz Krise eine stabile Dividende. „Sollte der Dividendenvorschlag unter einem Euro liegen, hätten wir bis zur nächsten Hauptversammlung im April sehr unruhige Zeiten“, zitiert die „WAZ“ Ernst Gerlach, Geschäftsführer des Verbands der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH (VkA). Anfang März wird eine mögliche Dividende benannt, Konzernchef Peter Terium soll liefern. Bisher lässt sich der Konzern jedoch nicht in die Karten blicken.

Die „Rheinische Post“ wiederum befeuert den Social-Media-Buzz mit der Exklusivmeldung, RWE werde bei der Sanierung den gegenteiligen Weg des Konkurrenten Eon einschlagen und einige Konzerntöchter zusammenlegen oder mit der Mutter verschmelzen. Laut der Zeitung wird der Plan im Unternehmen unter dem Schlagwort „Stammhaus-Konzept“ diskutiert. RWE wollte die Spekulation zu diesem Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren.

Der Aktienkurs hat sich am Mittwoch wieder erholt gezeigt, auch darüber spricht das Netz. Und zu guter Letzt verbreitet sich eine Pressemitteilung des RWE-Konzerns, nach der die Essener für den Volkswagen-Konzern an verschiedenen Unternehmensstandorten Ladesäulen für Elektroautos errichten. Bisher seien 120 „intelligente Ladepunkte“, unter anderem in Wolfsburg und Bratislava, installiert worden. Allerdings geht es hierbei um die Versorgung des VW-eigenen Fuhrparks und der Versorgung von Mitarbeitern und Besuchern, nicht um den Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur.

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