Energie

Solarmodulhersteller
Aleo Solar schließt US-Tochter

Aleo Solar sucht händeringend einen Geldgeber. Ansonsten droht laut jüngster Bilanz Mitte 2014 die Insolvenz. Nun gibt der Solarmodulhersteller sein Geschäft in den USA vollständig auf – es wurde kein Profit erzielt.
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Oldenburg/PrenzlauDer kriselnde Solarmodulhersteller Aleo Solar gibt sein USA-Geschäft komplett auf. Für das Unternehmen ist die am Freitag bekanntgegebene Auflösung der US-Tochtergesellschaft mit Sitz in Denver ein weiterer Rückschlag. In der Halbjahresbilanz hatte es noch geheißen: „An Bedeutung gewinnen die USA, wo Aleo Solar im ersten Halbjahr 8,9 Millionen Euro (Vergleichszeitraum 2012: 3,6 Mio. Euro) umgesetzt hat.“ Trotz des Umsatzsprungs warf das Geschäft aber nichts ab, Aleo Solar erklärte nun, dass trotz höheren Absatzes „keine Profitabilität“ erzielt worden sei. Wie viele Jobs wegbrechen, war am Freitag zunächst unklar.

Das in Oldenburg und Prenzlau ansässige Unternehmen mit noch 864 Mitarbeitern (Stand Ende Juni 2013) sucht nach dem angekündigten Ausstieg des Hauptaktionärs Bosch händeringend einen Geldgeber. Laut jüngster Bilanz droht ohne einen Investor Mitte 2014 die Insolvenz.

Die Aktie drehte ins Minus. Vor einem Jahr hatten die Papiere noch bei fast 18 Euro notiert - inzwischen liegen sie bei etwa 4,50 Euro. Der Konzern rutscht immer tiefer in die roten Zahlen. In der ersten Jahreshälfte 2013 standen unterm Strich 33,1 Millionen Euro Verlust.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Solarmodulhersteller: Aleo Solar schließt US-Tochter"

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  • Klingt alles unseriös. Heute hü - morgen hott.
    Unternehmensspitze Aleo sucht wohl schon Bosch-intern nach neuen Job. Jede Wette.

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