Energie

Solarparkbetreiber Capital Stage
Voll in der Sonne – und die Haare im Wind

Der Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage will rasant wachsen. Während die Solarbranche insgesamt mit Problemen kämpfen, peilt das Hamburger Unternehmen eine Verdoppelung des Umsatzes an – in nur zwei Jahren.

HamburgPleitewellen, rote Zahlen und aus Not geborene Übernahmen: Der Alltag in Deutschlands Solarbranche ist trist. Besserung ist nicht in Sicht. Seit die Förderungen gedrosselt wurden, liegt der Markt darnieder. Viele Firmen kämpfen ums Überleben, etliche sind schon pleite. Doch es gibt Ausnahmen. Während die halbe Branche am Rande des Ruins agiert, glänzt der Solarparkbetreiber Capital Stage mit teils zweistelligen Umsatz- und Gewinnsprüngen. Und die Hamburger haben noch Großes vor.

„Wir wollen unser Portfolio in den nächsten beiden Jahren verdoppeln“, sagte Christoph Husmann dem Handelsblatt. Der Finanzchef des SDax-Unternehmens gibt die neue Strategie vor. Ab November dann im Doppel mit dem ehemaligen Eon-Manager Klaus-Dieter Maubach, dem künftigen CEO.

Konkret will Capital Stage bis Mitte 2017 die installierte Leistung von aktuell 484 Megawatt Grünstrom auf rund 1000 Megawatt steigern – vorausgesetzt die Margen stimmen. Gelingen soll der Wachstumsschub durch Akquisitionen, die Expansion in vier neue Märkte und den Ausbau von Kooperationen mit institutionellen Investoren.

Nein, größenwahnsinnig sei er nicht geworden, stellt Husmann klar: „In der Vergangenheit haben wir unsere angekündigten Ziele immer erreicht“.

Für 2015 plant Capital Stage einen Umsatz von 115 Millionen Euro ein. Das wäre ein Plus von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Garant dafür, dass sich der Mittelständler „nicht übernehme“, sei dessen konservatives Geschäftsmodell, erklärt Husmann.

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