Energie

Solartechnik-Konzern
Lieferengpässe setzen SMA-Aktie unter Druck

Der Kasseler Solartechnik-Konzern SMA hat mit Lieferengpässen und einem Geschäftseinbruch in den USA zu kämpfen. Für das Jahr 2017 peilt SMA einen Umsatz am unteren Ende des Jahresziels an. Die Aktie bricht heftig ein.
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KasselTrotz voller Auftragsbücher laufen die Geschäfte beim Solartechnik-Konzern SMA Solar nicht rund: Neben dem Geschäftseinbruch in den USA bremsen Lieferengpässe bei elektronischen Bauteilen den Wechselrichter-Produzenten aus. Firmenchef Pierre-Pascal Urbon grenzte am Donnerstag daher das Umsatzziel für 2017 auf das untere Ende der Prognosespanne ein.

Er kündigte zudem an, dass wohl auch das kommende Jahr durch das Versorgungsthema beeinträchtigt werde. Er suche derzeit nach weiteren Zulieferern von Schlüsselkomponenten. An der Börse lösten die Nachrichten einen Kurssturz um mehr als 16 Prozent aus.

„Wegen des Booms der Weltwirtschaft sind Bauteile extrem knapp. Das betrifft nicht nur uns, sondern alle Branchen wie etwa auch die Autoindustrie“, erklärte Urbon im Reuters-Interview.

Gleichwohl stimme ihn der Auftragsbestand von über 760 Millionen Euro zuversichtlich. „Das US-Geschäft ist zwar um über 50 Prozent eingebrochen, doch haben wir in Asien um 45 Prozent zugelegt und sind auch in Europa im Plus“. Der operative Gewinn (Ebitda) habe sich so im dritten Quartal auf 26 Millionen Euro verdoppelt. „Wir sind in allen Bereichen profitabel und haben keine Schulden.“

In den ersten neun Monaten verbuchte SMA wegen des anhaltenden Preisdrucks und der Investitionszurückhaltung der US-Kunden bei Großprojekten allerdings einen Umsatzrückgang auf 592,5 (708,8) Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) halbierte sich nahezu auf 55,3 (Vorjahr: 107,9) Millionen Euro. Im Gesamtjahr peilt Urbon nun einen Umsatz von 900 Millionen Euro an und ein Ebitda von 85 bis 100 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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