Energie

Solarunternehmen
SMA schließt Verlust für 2013 nicht aus

Nun hat die Krise in der Solarbranche auch die Vorzeigfirma SMA aus Kassel erreicht. Umsatz und Gewinn sind gesunken, 2013 soll schwierig werden, sogar rote Zahlen befürchtet der Vorstand. Der Konzern steuert gegen.
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DüsseldorfDie Branchenkrise nagt langsam auch am Wechselrichterhersteller SMA Solar. 2012 erlitt das Unternehmen aus Niestetal bei Kassel einen Umsatz- und Gewinneinbruch. Der Konzernüberschuss sank um mehr als die Hälfte auf rund 75 Millionen Euro, die Umsatzerlöse reduzierten sich auf 1,5 Milliarden Euro und damit rund 200 Millionen Euro weniger als im Vorjahr, wie SMA am Mittwoch mitteilte. Der operative Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) brach um mehr als die Hälfte auf 102,0 (Vorjahr: 240,3) Millionen Euro ein. Die Aktie brach nach der Bekanntgabe der Zahlen um zeitweise bis zu zwölf Prozent ein.

Auch 2013 werde „mit Sicherheit kein einfaches Jahr“, teilte SMA mit. Bereits im Oktober hatte der Vorstand davor gewarnt, dass man mit einem deutlichen Umsatzrückgang rechne und auch einen Verlust nicht ausschließe. Grund dafür seien die in Europa sinkenden Fördersätze und der nach Meinung von SMA voraussichtlich zunehmende Preisdruck.

Um die Folgen für das Unternehmen abzufedern, will SMA seine Herstellungskosten drücken und dazu auch rund 500 Mitarbeiter im In- und Ausland entlassen. SMA beschäftigt rund 5700 Menschen.

Wie andere Unternehmen der Branche orientiert sich SMA Solar auch vom langfristig schwächer werdenden Markt Europa weg. Bereits im vergangenen Jahr war Europa nur noch auf dem dritten Platz der wichtigsten Absatzregionen, das meiste Geld mit Solaranlagen wurde laut Global Wind Energy Council in China und den USA gemacht.

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