Energie

South-Stream-Pipeline
Salzgitter und Voestalpine erhalten Großauftrag

Für das Gaspipeline-Projekt South Stream werden viele Stahlrohre gebraucht: 450.000 Tonnen liefert der Hersteller Europipe, an dem Salzgitter beteiligt ist. Der Auftrag sichert die Grundauslastung für ein ganzes Jahr.
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Düsseldorf/MoskauDie Salzgitter-Beteiligung Europipe und die österreichische Voestalpine haben einen großen Röhrenauftrag an Land gezogen. Der mit der Dillinger Hütte geführte Hersteller Europipe liefere 450.000 Tonnen Stahlrohre an das Gaspipeline-Projekt South Stream, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Den Wert bezifferte das Unternehmen nicht, es dürfte sich aber um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag handeln. Insgesamt vergab South Stream drei Aufträge im Gesamtwert von umgerechnet rund einer Milliarde Euro, bei denen auch der russische Voestalpine-Partner OMK sowie Severstal zum Zug kamen. OMK liefere 35 Prozent der insgesamt 75.000 Pipelinerohre und werde von der Voestalpine die Hälfte des dafür benötigten Grobblechs beziehen, teilte der Linzer Konzern mit.

Bei Europipe sichert der Auftrag Salzgitter zufolge ab dem zweiten Quartal die Grundauslastung für zwölf Monate. Die Unternehmen liefern die Bleche, die von Europipe zu den Röhren weiterverarbeitet werden.

Die Bestellungen beziehen sich auf Lieferungen für den ersten Strang der Pipeline, durch die ab Ende 2015 russisches Gas von Sibirien nach Südosteuropa strömen soll. Gesellschafter von South Stream sind der russische Gazprom-Konzern, die BASF-Tochter Wintershall, die französische EDF und Eni aus Italien. Auf den ersten Strang sollen drei weitere folgen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Europipe sich auch dafür bewerben wird. Das Unternehmen sowie die Voestalpine hatten sich bereits am Bau der Ostsee-Pipeline von Russland nach Deutschland beteiligt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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