Energie

Stadtwerke-Konsortium
Hohe Rückstellungen für Kraftwerke verhageln Trianel die Bilanz

Mit konventionellem Strom ist derzeit nur schwer Geld zu verdienen. Das hat 2013 auch der Stadtwerke-Verbund Trianel zu spüren bekommen. Risiko-Rückstellungen für Kraftwerksanteile haben den Gewinn schrumpfen lassen.
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DüsseldorfDer Verfall der Strom-Großhandelspreise hat das Stadtwerke-Konsortium Trianel im vergangenen Jahr zu hohen Rückstellungen gezwungen und ihm damit die Bilanz verhagelt. „Ohne die Rückstellungen (...) hätten wir ein Rekord-Ergebnis von rund 19 Millionen Euro vor Steuern erzielt“, sagte der kaufmännische Geschäftsführer Jörg Vogt am Montag in Düsseldorf.

Die Rückstellungen seien wegen der Marktaussichten eine notwendige Risikovorsorge für die Trianel-Anteile an zwei Kraftwerken und einem Gasspeicher. Der Vorsteuergewinn des Energiedienstleisters lag Ende 2013 letztlich bei 5,1 Millionen Euro (Vorjahr: 5,2 Millionen Euro). Angepeilt waren 10 Millionen Euro. Der Umsatz lag wie im Vorjahr bei gut 2 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen einen Vorsteuergewinn von rund 6 Millionen Euro.

Trianel ist vor allem in den Bereichen Energiebeschaffung, -handel und -erzeugung tätig. Die Gesellschaft betreibt etwa in Nordrhein-Westfalen für Stadtwerke konventionelle Kraftwerke in Lünen (Steinkohle) und Hamm (Gas) sowie einen Gasspeicher in Gronau-Epe. Anfang Juni war unter der Federführung von Trianel der Bau eines kommunalen 200-Megawatt-Windparks im Meer vor Borkum abgeschlossen worden. Er soll nach Angaben von Vogt im Spätsommer ans Netz gehen.

Das Kraftwerk in Lünen gehöre wegen seiner niedrigen Kosten zu den am häufigsten eingesetzten Steinkohlekraftwerken Deutschlands, hieß es weiter. „Ungeachtet dieser hervorragenden Marktpositionierung sind moderne konventionelle Kraftwerke auf Kohle- und Gasbasis allerdings aktuell nicht in der Lage, vollkostendeckend zu arbeiten“, erklärte der Sprecher der Geschäftsführung, Sven Becker.

Die 56 Trianel-Gesellschafter sind vor allem Stadtwerke in Deutschland, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz. Sie versorgen nach eigenen Angaben rund sechs Millionen Menschen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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